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Notfallsanitäter: Äußert Kritik an den Corona-Maßnahmen und der Politik

Gerne möchte ich heute auf meinem Blog die Meinung von Jan Schad aus Hessen, welcher als Notfallsanitäter arbeitet, vorstellen. Wieso?
Ganz einfach, weil er einer der wenigen Menschen aus der Pflege ist, welcher ausspricht, was ausgesprochen werden muss und was ich voll und ganz unterschreibe. In der Berliner Zeitung hatte er die Möglichkeit einen wertvollen Beitrag veröffentlichen zu dürfen. Ich habe die für mich wesentlichen Teile des Artikels hier zum Lesen eingepflegt:

Ich bin 41 Jahre alt, verheiratet, Vater, seit 19 Jahren im Rettungsdienst tätig, früher Rettungsassistent, mittlerweile Notfallsanitäter. Zur Ausbildung gehören Einsätze auf Intensivstation und in der Anästhesie. Vor dem Rettungsdienst habe ich in mehreren Altenheimen als Pflegekraft gearbeitet und davor mal als junger Bundeswehrsoldat einen Schwur auf die freiheitlich-demokratische Verfassung unseres Landes abgelegt. Ich bin außerdem aktuell Betriebsratsvorsitzender und gewähltes Mitglied einer Tarifkommission.

Und ich möchte festhalten, dass die Gegner der #allesdichtmachen-Kampagne keineswegs für alle Mitarbeiter des Gesundheitssystems sprechen!

Jan Schad

Die drohende Überlastung des Gesundheitssystems, namentlich der Intensivstationen, ist der Dreh- und Angelpunkt der Maßnahmen. Ohne dieses Damoklesschwert wären Grundrechtseinschränkungen nicht zu begründen. Nun ist es so, dass nicht nur ich, sondern auch viele andere Kolleginnen und Kollegen davon aber gar nichts mitbekommen. Der Rettungsdienst fährt nicht nur Notfälle, sondern auch normale Krankentransporte und Klinikeinweisungen. Vieles, was früher Hausärzte und Ärztliche Notdienste abwickelten, erledigt heute der Rettungsdienst, oft als erste Instanz im Gesundheitsbereich.

Davon, dass die Einsatzbelastung über das Aufkommen früherer Jahre gestiegen sei, kann keine Rede sein. Angespannt wurde die (sowieso seit Jahren prekäre) Personalsituation seit der Corona-Pandemie höchstens dadurch, dass immer wieder Kolleginnen und Kollegen für Wochen quarantänebedingt ausfielen – oft sogar trotz negativer Testergebnisse nach „bestätigtem Kontakt“ im Dienst.

Dazu kommen immer mal wieder verlängerte Fahrtstrecken mit Patienten zum Krankenhaus, weil einige Kliniken zwischendurch abgemeldet sind. Wegen Corona? Ja, aber anders als in Bergamo, wo die Flure mit Patienten überfüllt waren. Wenn Kliniken seit letztem Jahr „dicht“ sind, liegt es meinen Informationen nach überwiegend daran, dass Personal in Quarantäne steckt, oder daran, dass ein ganzes Krankenhaus auf „Rot“ geschaltet wurde, weil es auf einer Station nachträglich einen positiven Test bei einem zuvor negativ getesteten Patienten gegeben hat.

Woher kommt die reduzierte Zahl der gemeldeten Intensivbetten?

Oder weil die Corona-Ambulanzen (Fieber-Ambulanzen) aufgrund der aufwendigen Reinigungsmaßnahmen abgemeldet sind. Da es so ist, dass wirklich jeder Patient mit erhöhter Temperatur durch dieses Klinik-Nadelöhr muss, können logistisch „verstopfte“ Fieber-Ambulanzen ständig zur Lahmlegung des Aufnahmebereichs führen. Es scheint, als ob es zumeist die logistisch-administrativen Anweisungen und Verfahren zu Corona sind, die zu punktuellen Überlastungen der Kliniken führen, nicht zwangsläufig das Infektionsgeschehen selbst.

Das deutsche Ärzteblatt schätzte bereits letztes Jahr, dass 30 bis 40 Prozent der Tätigkeiten auf einer Intensivstation durchaus von angelernten Hilfskräften übernommen werden könnten. Diese Einschätzung ist keine Herabsetzung der Arbeit auf Intensivstationen. Im Rettungsdienst können mindestens 50 Prozent der Tätigkeiten von angelernten Hilfskräften erfüllt werden. Fachpersonal ist nötig, es könnte so aber mehr überwachende Funktionen ausüben. Reservisten, Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJ-Leistende – die Rekrutierung von Hilfspersonal wäre möglich.

Zum Thema: Aufwendige Hygienemaßnahmen

Es heißt, durch die Pandemie-Verfahrensweisen hätten die Kliniken einen höheren Aufwand bei Hygienemaßnahmen. Das wundert mich. Die angeblich zusätzlichen Hygienemaßnahmen hätten bereits vor vielen Jahren implementiert werden müssen. Nämlich gegenüber multiresistenten Erregern (MRE). Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge ist die Zahl der Meldungen zu antibiotikaresistenten Keimbesiedelungen deutlich zurückgegangen im Zuge der Covid-19-Hygienemaßnahmen der Kliniken. In den Jahren zuvor starben hierzulande bis zu 20.000 Menschen im Zusammenhang mit solchen antibiotikaresistenten Keimen.

Resistente Keime waren vor Corona das brennende Thema des deutschen Gesundheitswesens. Deutschland lag zuletzt europaweit auf Platz 3, was Todesfälle im Zusammenhang mit MRE betraf, wie die Ärztezeitung 2018 berichtete. Entweder haben die klinischen Hygienemaßnahmen gegen Corona die MRE-Fälle deutlich gesenkt – dann würden diese Maßnahmen nicht als Zusatzbelastung „oben drauf“ kommen, sondern man müsste vielmehr von einem bisher jahrelangen schwerwiegenden Versagen gegenüber MRE reden. Oder es ist so, dass die MRE-Fälle eben doch nicht so entscheidend gesenkt wurden durch Corona-Hygienemaßnahmen – man aber weniger testet und dadurch eventuell Todesfälle im Zusammenhang mit MRE in die Corona-Todesstatistik einfließen.

Ein wichtiger Faktor für die hohe Belastung der Intensivstationen ist die fortschreitende Privatisierung im Kliniksektor. Das Fallpauschalensystem der Krankenkassen zwingt die Kliniken, ihre Intensivstationen auszulasten, wenn sie keine gravierenden Umsatzverluste hinnehmen wollen. Tatsächlich haben die Kliniken im Zuge der Pandemie (und der Freihaltung von Betten, für die der Staat 560 Euro pro Tag bezahlt) bereits immense Verluste eingefahren, wie die Krankenhausstudie 2020 zeigt.

2018 machte die Rhön-Klinikum AG einen Jahresgewinn von 51 Millionen Euro, Sana 100 Millionen, Asklepios 171 und Helios 686 Millionen Euro, wie Statista verzeichnet. Alleine die jährlichen Personalkosten deutscher Kliniken beliefen sich 2018 indessen insgesamt auf ca. 66,5 Milliarden Euro (Zahlen nach DeStatis). Selbst wenn davon nur 37 Prozent auf private Betreiber fallen, übersteigen alleine diese laufenden Personalkosten die Gewinne der vier großen Privatgesellschaften um das 24-Fache! Gibt es deswegen Druck seitens der DIVI, das Fallpauschalensystem pandemiebedingt auszusetzen? Gibt es Druck auf den Staat, den Kliniken derart finanziell beizuspringen, dass diese Faktoren für die verfügbaren Intensivkapazitäten keine Rolle mehr spielen? 

Das DIVI-Intensivregister wurde erst im April 2020 eingeführt

Im November 2020 führte ich ein Telefongespräch mit der Pressesprecherin der DIVI. Sie bestätigte, dass es zur Auslastung von Intensivstationen keine bundesweiten Daten zu früheren Jahren gibt, weil das DIVI-Intensivregister erst im April 2020 eingeführt worden sei. Die Daten einzelner Kliniken und Gesundheitsämter würden aber durchaus darauf hindeuten, dass es auch in früheren Jahren vergleichbare Auslastungen gab. Trotzdem rief DIVI-Präsident Marx unmittelbar vor der „Bundesnotbremse“ zu Verschärfungen der Lockdowns auf. Die DIVI wird trotz ihrer bescheidenen Datenlage zu den Jahren vor 2020 häufiger zitiert, als die viel größere DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft). Deren Präsident Gaß sagte Anfang April klipp und klar, dass es eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems absehbar nicht geben werde.

Bereits letztes Jahr zeigte eine Studie zur Nutzung von Intensivbetten aufgrund von Covid-19 (Ärzteblatt 19/2020), dass es selbst bei Annahme einer maximalen täglichen Fallzahl von 20.966 Covid-Patienten „keinen Anlass zu einer Diskussion über eine bevorstehende notwendige Triage“ gebe. Die „Initiative für Qualitätsmedizin“ zeigt, dass im ersten Halbjahr 2020 (erste Corona-Welle inklusive) die Zahlen der Patienten mit Atemwegsinfekten und der Beatmungspatienten durchgängig unterhalb der Zahlen von 2019 lagen. Und für das Gesamtjahr 2020 zeigt eine aktuelle (März 2020) Auswertung des InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus), dass die Belegung der Klinikbetten im Schnitt um 13 Prozent gesunken war gegenüber früheren Auswertungen.

Ist es also nicht doch berechtigt, zu fragen, ob Inzidenzen als Indikator für Schließungen taugen? Die Öffentlichkeit scheint sich auch einig darin, dass die Falsch-Positiv-Rate bei anlasslosen Massentestungen kein Problem ist. Obwohl das Bundesgesundheitsministerium jetzt 550 Millionen Schnelltests für das laufende Jahr bereitgestellt, deren positive Ergebnisse theoretisch alle mit einem PCR-Test nachgeprüft werden müssten. Wenn wir vom Durchschnitt der Positiv-Rate der letzten Kalenderwochen ausgehen, kann man also durchaus mit 50 Millionen positiven Schnelltestergebnissen rechnen im Jahr 2021. Bei einer Falsch-Positiv-Rate von bis zu 10 Prozent, von der auch das Ärzteblatt ausgeht, hätten wir so alleine durch falsch-positive Schnelltestergebnisse eine Sieben-Tage-Inzidenz von 115,5 zu erwarten. 

Zwei verschiedene Rechenverfahren zur Sterblichkeitsrate

Und wie viele Menschen wissen, dass es zur Berechnung der Corona-Sterblichkeitsrate zwei verschiedene Rechenverfahren gibt? Das eine teilt die Gestorbenen durch die Anzahl aller positiv Getesteten. Das zweite (Case Fatality Rate – Fallsterblichkeit) teilt die Toten lediglich durch die Zahl der abgeschlossenen Fälle (genesen oder gestorben). Verfahren zwei kommt zu einer deutlich höheren Sterblichkeitsrate. Das RKI verwendet das zweite Verfahren, während es bei den Inzidenzen nicht nur Krankheitsfälle (genesen oder verstorben) zählt, sondern alle positiv Getesteten. Die WHO veröffentlichte dagegen im Oktober 2020 eine Studie zur Sterblichkeit von Covid-19, bei der man die erste Methode verwendete. Ergebnis: eine durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 0,2 Prozent, bei den unter 70-Jährigen 0,05 Prozent.

Hinsichtlich einer „Übersterblichkeit“ weisen führende Statistiker, wie Göran Kauermann von der Universität München darauf hin, dass der Begriff nicht bedeutet, dass mehr Menschen gestorben sind, sondern dass unerwartet mehr Menschen gestorben sind. Kauermann stellt für 2020 keine Übersterblichkeit in Deutschland fest, sobald man die erwartete Mehrsterblichkeit einer alternden Gesellschaft pro Jahr abzieht. Auch weltweit kann man in den von der UN verwendeten Daten keine Übersterblichkeit erkennen: 2020 starben weltweit im Schnitt 7,61 Menschen pro 1000 Menschen. 2019 waren es 7,59, 2015 ebenfalls 7,61.

Im Rettungsdienst sind übrigens eindeutig internistische Probleme wie Herzinfarkt oder neurologische Probleme wie Schlaganfall maßgeblich. 270.000 Deutsche erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, 99.900 Personen sterben daran, das sind 37 Prozent. Warum versuchen wir es nicht mal mit Verbot von Zigaretten, Alkohol, fettem Essen, Zucker und Zwangssport, um diese Menschen zu retten? Weil wir eine freie, eigenverantwortliche und mit Eigenrisiko ausgestattete demokratische Gesellschaft sind.

Unsere Grund- und Freiheitsrechte erschienen mir immer als etwas Unantastbares. Einschränkungen müssen wasserdicht begründet und durch die Verhältnisse gerechtfertigt sein. Es in eine rechtspopulistische Ecke zu drängen, wenn Bürger die Begründungen und die Verhältnismäßigkeit infrage stellen, ist antidemokratisch. Dass Freiheit und das Recht auf Kritik so schnell zur Disposition stehen, wenn Angst im Spiel ist, macht Sorge. Diese Sorge hat die #allesdichtmachen-Kampagne aufgegriffen. Und das war richtig so.

Jan Schad ist in Hessen als Notfallsanitäter tätig.

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Warnung: Rote-Hand-Briefe von AstraZeneca und Johnson&Johnson zu den Impfstoffen wurden veröffentlicht

Zwei „Rote-Hand-Briefe“ von AstraZeneca und Janssen geben Anlass zur Beunruhigung. In diesem Schriftstücken, beide von April, wird erklärt, dass die Vektor-Impfstoffe „Vaxzevria“ und „COVID-19 Vaccine Janssen“ eine Autoimmunerkrankung auslösen können. Diese führt zu einer Verringerung der Blutplättchen, die für das Funktionieren der Wundheilung hauptverantwortlich sind. Lebensgefährliche Blutungen und Thrombosen können ausgelöst werden.

Ein kürzlich von AstraZeneca und Janssen versendeter so genannter Rote-Hand-Brief an Apotheker und Ärzte warnt vor gefährlichen Folgen des „Vaxzevria“ & „COVID-19 Vaccine Janssen“ genannten gentechnischen Vektor-Impfstoffen. Darin gehen beide Pharmakonzerne davon aus, dass die „immuninduzierte Thrombozytopenie“ durch den Impfstoff aufgetreten ist.
Im Brief des AstraZeneca Impfstoffs heißt es: „häufig“, also, dass es bei 1 bis 10 Prozent (siehe Aufklärungsbogen) der Geimpften auftritt.
Das heißt also 1 von 100 Geimpften Personen bekommt auf jeden Fall eine immuninduzierte Thrombozytopenie. Im schlechtesten Fall bekommen aber 10 von 100 Geimpften Personen die Nebenwirkung.
Und das bereits nach der ersten Dosis.
Damit besteht die andauernde Gefahr, dass bei Geimpften gefährliche Thrombosen und Blutungen auftreten.
Da Autoimmunerkrankungen mit der Zeit schlimmer werden, könnten jedoch auch viel mehr Geimpfte betroffen sein. Bisher wurden die symptomfreien Geimpften nicht darauf getestet, ob sie diese Krankheit im Anfangsstadium haben. Anstelle dessen, wird diese „Nebenwirkung“ einfach in den Beipackzettel mit aufgenommen und das Problem ist offensichtlich gelöst.
Thrombozytopenie wird diese Autoimmunerkrankung genannt, bei der die Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten) massiv verringert wird. Grund dafür ist, dass Antikörper gegen den sogenannten Plättchenfaktor 4 (PF4) gebildet werden. PF4 entsteht, wenn die Plättchen beginnen, sich zu „verklumpen“, um z.B. einen Schaden an einem Blutgefäß oder der Haut zu verschließen. Funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig, entstehen gefährliche Blutungen oder die Plättchen verklumpen und verursachen Thrombosen.
Wollen wir wirklich so mit unserer Gesundheit umgehen, an einer Phase 3 Studie teilzunehmen und nicht zu wissen, wie sich das Ganze langfristig auf den Körper auswirkt?

Die entscheidenden drei Sätze des Warnbriefs von AstraZeneca, der in der letzten Woche an die Apotheker und Ärzte verschickt wurde, stehen nur unscheinbar auf der zweiten Seite und lauten:

Nach den Informationen von Experten ist davon auszugehen, dass eine der atypischen Heparin-induzierten Thrombozytopenie (aHit) ähnliche Störung die plausibelste Hypothese darstellt, angesichts der Ähnlichkeiten sowohl beim serologischen Profil als auch bei der klinischen Symptomatik und dem Verlauf bei den betroffenen Patienten. Es wird als wahrscheinlich erachtet, dass das Syndrom, das der aHit ähnelt, durch einen Autoantikörper mit einer hohen Bindungsaffinität zu PF4 (Plättchenfaktor 4) ausgelöst wird. Es wird vermutet, dass der Antikörper die Struktur von PF4 verändern könnte, ähnlich wie es bei aHit gezeigt wurde. Es wurde ferner festgestellt, dass bei allen Patienten, deren Serum analysiert wurde, hohe Titer von Anti-PF4- Antikörpern beobachtet wurden, was diese Hypothese stärkt.

Rote-Hand-Brief AstraZeneca

Wieso wurde dies nicht bei allen Geimpften getestet?
Auch bei dem Warnbrief von Jannsen, steht auf Seite zwei der wichtige Passus:

In mehreren Fällen mit gleichzeitigen Thrombosen und Thrombozytopenie war der Plättchenfaktor (PF) 4-Antikörpertest positiv oder stark positiv. Für eine Minderheit dieser Fälle wurden umfangreiche Untersuchungen zu anderen potenziellen Mechanismen durchgeführt, die Thrombosen und/oder Thrombozytopenie verursachen könnten. Es wurden jedoch keine anderen Anomalien gefunden, die als Erklärung der beobachteten Ereignisse betrachtet werden können. Der genaue Pathomechanismus für das Auftreten dieser thrombotischen Ereignisse ist bisher noch nicht bekannt. Es wurden zu diesem Zeitpunkt keine spezifischen Risikofaktoren identifiziert.

Rote-Hand-Brief Janssen

Beide Briefe verschleiern ein wenig die Gefahr, die von den Corona-Impfstoffen ausgeht.

So ein Blindflug mit Millionen von Menschen birgt ein hohes Risiko, wie ich finde.
Eure Führungskraft mit ❤️

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Was ein kleines Danke bewirken kann

Ich liebe es Sport zu machen, für mich ist da das Fahrrad fahren eine tolle Möglichkeit den Kopf frei zu bekommen. Bewegung ist meines Erachtens nach einer der Wichtigsten und zudem eine kostenlose Möglichkeit fit zu bleiben und sich gesund zu halten.

Regelmäßig fahre ich, um in ein Naturschutzgebiet zu gelangen, durch ein Industriegebiet.
Hier wird viel Müll von der Autobahn und den dort stehenden LKW Fahrern – sicher nicht alle – in den Randstreifen geschmissen.

Wenn ich spazieren gehe hebe ich viel an Müll auf. Ich kann das einfach nicht sehen, wie arglos Menschen mit der Natur umgehen.

Umso mehr hat es mich heute gefreut als ein Bauhofangestellter der Stadt diesen von Müll übersäten Randstreifen sauber gemacht hat.
Als ich vorbei gefahren bin habe ich zu ihm laut „Danke für ihre Arbeit“ gerufen.

Die Resonanz war toll, er hob den Kopf und sein grimmiger Blick verwandelte sich in ein Lächeln und er sagte „sehr gerne“.

Was will man mehr?

Ein Wort wie Danke hat so eine große Bedeutung und wir nutzen es viel zu wenig in unserem Alltag. Es kostet nichts und bringt ganz schnell und einfach eine enorme Wertschätzung meinem Gegenüber entgegen.

Wir alle haben es in der Hand die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Angst vor einer Überlastung ist der Dreh- und Angelpunkt der Politik

Die Angst vor einer Überlastung ist der Dreh- und Angelpunkt der Politik. Mit dieser Furcht wird seit 174 Tagen der Lockdown begründet und ständig verlängert, Operationen werden verschoben, Betten freigehalten – doch glaubt man den Medien, werden diese immer knapper.
Am 9. April und am 15. April, warnte Jens Spahn öffentlich vor der Überlastung der Intensivstationen:

Es ist und bleibt Priorität, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Jens Spahn

Das „Rätsel“ der abgebauten Intensivbetten ist nun aber gelöst

Es sind Zuschüsse welche es für die Krankenhäuser gibt, die eine Auslastung über 75% haben.
Was also machen, wenn man bisher unter 75% Auslastung war und auch nicht mehr Patienten da sind?
Ganz einfach: Man reduziere die Bettenzahl, bis die Auslastung auf über 75% angestiegen ist und im Nu gibts als Krankenhäuser eben die Zuschüsse und somit mehr Geld in der Kasse.

Die Ursache des ganzen Trubels, ist der §21 „Gesetzes zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze“:

Auszug §21 Krankenhausfinanzierungsgesetz

Seit dem 18.11.2020 erhalten Krankenhäuser bei einer Auslastung der Intensivbetten über 75% Ausgleichszahlungen aus der Liquiditätsreserve Gesundheitsfonds.

Mit dem Wissen über die Sonderzahlungen werfen wir noch einmal einen Blick auf den Verlauf der freien und belegten Intensivbetten in Deutschland:

Intensivbettenauslastung in Deutschland, Quelle: DIVI

Auffallend ist hier, dass es Anfang November zu einer drastischen Veränderung kam – siehe rote Linie: Obwohl die belegten Intensivbetten konstant auf ca. 20.000 Betten verharrt, beginnen die Krankenhäuser ab diesem Zeitpunkt die freien Betten und die Reservebetten zu reduzieren.
Warum ist das so?
Nun – da es seit dem 18.11.2020 Sonderzahlungen für ausgelastete Krankenhäuser gibt, liegt der Schluss mehr als Nahe, dass viele Krankenhäuser gar nicht wirklich am Kapazitätsmaximum arbeiten – die Zahlen Auslastungsquoten werden einfach künstlich nach oben getrieben, um die Sonderzahlungen zu erhalten.

Werden Patienten einfach „intensiviert“?

Zumindest die Daten des RKI legen solch einen Schluss mehr als Nahe.

In der linken Grafik sieht man die hospitalisierten Covid-19 Fälle. Hier ist besonders auffallend, dass diese in 2021 in allen Altersgruppen kontinuierlich sinken und aktuell in KW 12/13 (Ende März / Anfang April 2021) auf einem Tiefpunkt sind. Demgegenüber steht rechts die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19 Patienten. Diese hatte ein Maximum Ende letzten Jahres – wo es auch in der linken Kurve zahlreiche, hospitalisierte Covid-19 Fälle zu verzeichnen gab. Allerdings steigt diese Kurve seit Ende März / Anfang April ebenfalls wieder rasant an – obwohl wir immer weniger und weniger hospitalisierte Covid-19 Fälle sehen. Hier drängt sich regelrecht die Frage auf:

Werden Covid-19 Patienten einfach intensivmedizinisch behandelt, um die Auslastung hoch zu halten und Sonderzahlungen abzukassieren, obwohl dies gar nicht nötig wäre?



Da es absehbar war, dass es am Intensiv-Personal mangeln würde, weshalb wurde dann nicht alle Kraft und alles Geld dort hinein gesteckt, um dieses Personal aufzustocken? Hat man alle Pflegepersonen mit intensivmedizinischer Erfahrung in einem großen Kraftakt mobilisiert? Nein, das ist nicht geschehen. Aber würde ein Ausnahmezustand diesen Ausmaßes das nicht erfordern? Stattdessen schenkt man den Krankenhäusern Sonderzahlungen für eine hohe Auslastungsquote – ein Teufelskreis.

Wie passt aber der prophezeite Kollaps des Gesundheitssystems mit der Schließung von über 20 Krankenhäusern während der Pandemie zusammen? In Rheinland-Pfalz musste beispielsweise das Krankenhaus Ingelheim, zunächst Spezialklinik für Covid 19, wegen zu geringer Auslastung schließen. Auch hat die Bundesrepublik bereits knapp 200 Beatmungsgeräte an Frankreich, Italien und Spanien im September 2020 verschenkt.
Man sollte auch bedenken, dass während der Pandemie über 9.000 Pflegepersonen, überwiegend aus dem Krankenhausbereich, die Pflege verlassen haben.

Ich komme aus dem Gesundheitswesen und für mich ergibt das Ganze keinen Sinn, mein Vertrauen in Politik und Medien ist inzwischen wirklich stark angeknackst.


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Kartell der Impf-Fluenzer

Mir ist bewusst, dass meine Ansichten nicht dem Kartell der Impf-Fluenzer aus der Pflege entsprechen. Aber es muss immer Menschen geben, die kritisch hinterfragen. Einen gewissen Gegenpol, denn nur so wird neues Wissen generiert. Seit ich denken kann hinterfrage ich Dinge.

Unsere Gesellschaft hat dies offensichtlich verlernt, denn Wohlstand führt immer zu einer gewissen Trägheit.
Derzeit werden wissenschaftliche Ergebnisse ignoriert, unter den Teppich gekehrt und Maßnahmen auf nicht belastbare Aussagen gestützt.

Aber wer die Geschichte rückblickend betrachtet der erkennt, dass sich die Menschen Freiheit immer erkämpfen mussten. Es gab nie Mächtige, die diese freiwillig wieder zurück gegeben haben.
Deshalb machen mich Aussagen wie, „Wir sitzen alle im selben Boot“, wütend und ich kann es einfach nicht mehr hören.
Diese Aussage von Politikern, Journalisten und Menschen welche in einem sicheren Angestelltenverhältnis sind oder gar bereits in Rente, welche eben keine finanziellen Einbußen haben, sind absolut pietätlos.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Chef zu Ihnen sagt, dass er Ihnen ab morgen kein Gehalt mehr zahlt, da dies das Überleben des Unternehmen dauerhaft sichere? Er stützt dies auf Aussagen ohne Ihnen den Jahresabschluss des Unternehmens zu zeigen.
Vielleicht vertrauen Sie ein paar Monate darauf, aber irgendwann, wenn Ihre Reserven aufgebraucht sind, fangen Sie an zu hinterfragen – fordern vielleicht die Zahlen des Jahresabschluss ein.
Ihr Chef erwidert nur, dass er Ihnen dies derzeit nicht zeigen kann, denn er habe so viel zu tun, er wäre überlastet.

Die Wahrheit ist nicht schön, aber sie muss ausgesprochen werden und wir müssen aufhören uns nach dem Dienst auf das Sofa zu setzen und unsere Verantwortung an Andere abzugeben, in dem Vertrauen, dass die es schon richten werden.

Ich habe vor der Pandemie selten so viele Menschen über Politiker schimpfen sehen, doch derzeit wird genau diesen Menschen vertraut welche durch Parteispenden käuflich sind. Menschen, welche noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben, aber als Politiker uns arbeitenden Bevölkerung erzählen wollen, was gut für uns ist. Und Korruption und Doppelmoral ist da leider an der Tagesordnung.

Ich sehe den Tatsachen schon lange ins Auge und fordere alle meine Kollegen auf:
„Stell dir vor es ist Montag und keine Pflegeperson kommt eine Woche zum Dienst“!
Erst dann und nur dann werden sich Dinge im System ändern.
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Alarmierende Zahlen: Bereits 8 Kinderkliniken und Fachabteilungen geschlossen, 9 arbeiten offiziell defizitär

Bereits 8 Kinderkliniken und Fachabteilungen geschlossen, 9 arbeiten offiziell defizitär

Kinderkliniken und Fachabteilungen müssen schließen, weil kranke Kinder zu teuer sind!

Liebe Eltern, Onkel, Tanten und Großeltern,
es ist auch eure Pflicht euch für die Pflege stark zu machen, wieso?
Weil wir sonst bald nur noch rentable Maximalversorger im Krankenhaussektor haben und unrentable Bereiche wie die Kinderstationen geschlossen werden. Die DRGs und unser schweigen lassen diesen Bereich aussterben.

Wenn wir nicht anfangen zu hinterfragen, wird es bald zu spät sein, es ist 5 nach 12.

Unrentable Bereiche in Krankenhäusern werden geschlossen, das betrifft viele Kinderstationen – denn Geld verdienen lässt sich damit nicht. Außerdem fehlen Pflegepersonen und Ärzte.
Fällt dann ein Kind vom Klettergerüst, hat einen schweren Infekt mit Atemnot oder wird vom Auto angefahren, müssen Ärzte und die Pflege oftmals improvisieren oder das Kind durch einen weiten Anfahrtsweg in eine Kinderklinik gebracht werden.

Das Vertrauen der Kinder als Grundvoraussetzung für eine gelungene Patient-Beziehung erfordert nicht nur fachliche und emotionale Kompetenz, sondern auch ein Mehr an personellen und zeitlichen Ressourcen. Eine Nadel bei einem Kind zu legen, bedarf viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Die Venen sind feiner und die Kinder haben Angst. Da kann das Emla Pflaster zwar ein wenig gegen den Schmerz helfen, aber einem Säugling können Sie nicht erklären wieso das jetzt weh tut und dieser schreit. Er schreit herzzerreißend und Sie trösten dieses Kind, weil dieses Kind ein Recht darauf hat.

Für mich ist nicht verständlich, dass es für die reichste Stadt Deutschlands – München – keine Lösung für die Probleme bei der Versorgung kranker Kinder gibt. Herr Söder, Sie enttäuschen mich nicht erst jetzt, schon bei der Schweinegrippe haben Sie unzulänglich agiert und auch jetzt reden Sie anstatt zu handeln.

Profitabel ist nur, wer immer mehr Patienten mit möglichst invasiven Maßnahmen in immer kürzerer Zeit abarbeitet.

Jens Spahn sagte vor ein paar Tagen:
„Unser Gesundheitssystem hat in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, wie robust es ist – es hat den Stresstest bestanden. Das haben wir vor allem den dort Beschäftigten zu verdanken.“
1. Wie kann er diese Aussage treffen und 2. glaubt das ernsthaft noch jemand?

Wollen wir das als Gesellschaft wirklich?
Denn wenn nicht, sollten wir uns endlich wieder zuhören und aufhören mit den Finger auf Andere zu zeigen.


Mecklenburg-Vorpommern
Kinderklinik in Wolgast wurde geschlossen.
Kinderklinik in Parchim (Asklepios) wurde geschlossen.
Kinderklinik in Demmin droht Schließung – defizitär.

Bayern
Haunersche Kinderspital in München hat Kinder- und Jugendpsychosomatik bereits geschlossen, ohne Spenden würde das Kinderspital generell geschlossen werden.
Städtische Kinderkliniken in Schwabing und in Harlaching (München) müssen querfinanziert werden.
Klinikum rechts der Isar (München) Kinder- und Jugendpsychosomatik geschlossen.
Uniklinik Würzburg muss immer wieder vorübergehend einzelne Stationen schließen um Kosten zu sparen – defizitär.
Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg hochspezialisierte medizinische Bereiche in denen nicht alle Leistungen ausreichend finanziert werden – diese werden aber durch andere Abteilungen querfinanziert

Thüringen
Kinderklinik im Kreiskrankenhaus Greiz derzeit geschlossen – Aufgrund der aktuellen Personalsituation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Sachsen-Anhalt
Kinderklinik Gardelegen steht vor dem Aus: Notfallversorgung soll erhalten bleiben.
Haldensleben, Zerbst und Weißenfels Abbau bei Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin wegen sinkender Fallzahlen sind Reduzierungen geplant.
Kinderklinik im Gardelegener Altmark-Klinikum könnte geschlossen werden. Sallus Altmark Holding gGmbH, die das Krankenhaus betreibt, erklärt, dass „noch keine abschließende Entscheidung“ getroffen sei.

Saarland
Merziger SHG-Klinikum schloss bereits 2013 die Pädiatrie-Abteilung die Station mit fünf Betten habe zuletzt ein jährliches Defizit von rund 900 000 Euro erzielt.

Brandenburg
Kinderklinik in Schwedt wegen Ärztemangel geschlossen.
Kinderklinik in Anklam stand schon mehrfach in den Medien im Fokus wegen Schließung, derzeit wird diese noch betrieben.

Nordrhein-Westfalen
Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin, Schließung auch 2020 nicht vom Tisch. Die Anträge auf Bundesfördermittel für eine Schließung entweder der gesamten Klinik oder nur des Herz-Zentrums hat der Konzern nicht zurückgezogen. Gleichzeitig steht die Kinderklinik weiter zum Verkauf.

Baden Württemberg
Wangener Kinderklinik wurde bis auf weiteres geschlossen.
Aus Mangel an Fachärzten haben die Verantwortlichen die Notbremse gezogen und ihre Kinderstation an den Fachkliniken Wangen bis auf Weiteres geschlossen.


Wenn ich etwas ergänzen soll, meldet euch gerne bei mir: Mail

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Linksammlung Instagram

Rechtslupe: Ein schmaler Grat „Fürsorge vs. Zwangsmaßnahmen“


Mein Brief an Herrn Tschentscher – klick.


Excel Liste mit allen Daten zum Download


Maskenpflicht: Gift im Gesicht – Artikel dazu

2020 wurden 25 Krankenhäuser geschlossen, 3 bereits 2021 – Blogbeitrag

Alarmierende Zahlen: Bereits 8 Kinderkliniken und Fachabteilungen geschlossen, 9 arbeiten offiziell defizitär – Blogbeitrag


Tragedauer von FFP2 Masken – DGUV Regel 112-190


6. Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich Instituts – klick.


Das Centers for Disease Control (CDC), eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, wird vom ZDF mit einer „Studie“, für einen aktuellen Instagram Post, herangezogen – eine Behörde wie das RKI.
Hier der Link zu der „Studie“:
https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/70/wr/mm7007e1.htm


Hier findest du das Video der Pflegeeinrichtungsleitung

Meine Zeit in der Anästhesie – Narkosen sind unterschiedlich und mit jeder Narkose sterben immer ein paar Gehirnzellen.


Du hast Lust auf ✒️ Stift&Papier und eine Brieffreundschaft 💌 mit einem Senioren in einer Senioreneinrichtung?

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Narkosen sind unterschiedlich und mit jeder Narkose sterben immer ein paar Gehirnzellen

Meine Zeit in der Anästhesie als Anästhesieschwester

Arbeiten in der Anästhesie heißt sich zwischen launischen Ärzten, dem Zeitdruck von Schnitt-Nahtzeit sowie Multiresistenten Keimen zu bewegen.
Auch gehört ein künstlicher Gelenkersatz, Narkosen bei Säuglingen und Schädelklemmen mit invasiver Fixierung für Eingriffe an der Halswirbelsäule zum täglichen Brot.

Für mich heißt in der Anästhesie zu arbeiten, ein Freund von Ordnung zu sein, unter enormen zeitlichen Druck Höchstleistungen zu erbringen und sich schnell auf emotionale Gefühlsschwankungen von Chirurgen, Anästhesisten und Patienten einzustellen. Sprich lege bitte dein empfindliches Wesen ab, sonst wirst du im Op nicht glücklich.

Im Nachgang muss ich sagen, ist es für eine Führungsposition genau das richtige Training gewesen.

Narkosen sind unterschiedlich und mit jeder Narkose sterben immer ein paar Gehirnzellen, nich so schön, deshalb hört man das auch vor der Narkose nicht 😉

Eine Narkoseeinleitung kann man sich wie eine wechselnde Partnerschaft vorstellen – man wechselt täglich den Anästhesisten und jeder hat so seine Vorlieben während der Narkoseeinleitung – mit dem Partner wechselst du auch die Probleme.

Während der Eine Wert auf einen besonders gut verklebten Tubus legt, so sieht bei dem Anderen das Einleitungstischchen aus wie nach einer Schlacht im Krieg – man findet zwischen Verpackungsmüll wühlend die nötigen Notfallmedikamente – wieder Anderen ist Ordnung genauso wichtig wie mir und Sie wollen alles zu jeder Zeit griffbereit haben.
Der Chefarzt der Anästhesie, erzählte mir mal, er müsse Zuhause wenn er das Geschirr aus dem Geschirrspüler einräumt, danach die Fronten der Küchenschränke abwischen. Wegen den Wassertropfen.
Ich war erstaunt und konnte mir das Lachen nicht verkneifen – allgemein bin ich ein sehr humorvoller Mensch 😉

Narkosen während einer Operation zu betreuen muss man sich sehr kühl – der Operationssaal ist stark herunter gekühlt – und teilweise auch langweilig vorstellen. Man sitzt auf einem Hocker vor dem Narkosegerät, überwacht die tiefe der Narkose und die Vitalparameter. Da in der Regel aber Narkosen komplikationslos verlaufen, unterhält man sich bei einer Standardoperation schon mal über die Art und Weise wie jemand Geschirr ein- oder ausräumt 😉

Ich erzähle euch gerne mehr aus dem Alltag der Dunklen Seite der Anästhesie 😉

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Du hast Lust auf Stift&Papier und eine Brieffreundschaft mit einem Senioren in einer Senioreneinrichtung?

Unabhängig von Corona, leben viele Senioren in einer Senioreneinrichtung in Einsamkeit, weil diese oftmals keinen Besuch von Angehörigen bekommen – die Gründe hierfür sind vielfältig.
Machen wir den Ort Altenheim zum Mittelpunkt unserer Gesellschaft und beginnen eine Brieffreundschaft mit Stift&Papier.

Handgeschriebene Briefe oder auch eine Postkarte zu verschicken, bedeutet einem anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Ich habe mich angemeldet, vielleicht machst auch du mit?
Du kennst eine Einrichtung die auf so ein Projekt Lust hat – dann informiere diese, damit viele Menschen eine Brieffreundschaft bekommen.
Fackel nicht lange und melde dich an oder schreib gemeinsam mit den Kindern einen Brief.

Wer steht hinter diesem Projekt?

Wir sind ein Zusammenschluss aus deutschen Schauspielern, Kölner Unternehmern und Medienschaffenden, die gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten etwas Gutes tun wollen und mit euch eine Brücke bauen zu der Generation, die unser Land wieder aufgebaut hat.

Wusstest du, dass du dir online bei der Post tolle kreative Briefmarken bestellen kannst. Es gibt auch die Möglichkeit seine eigenen Briefmarken zu generieren.
Viele Prominente unterstützen dieses tolle Projekt – Thore Schölerman, Emre Can, Thomas Wagner …

„Gemeinsam mit euch bringen wir die Herzen der Menschen in sozialer Isolation zum Lächeln!
Registriere auch du dich und wir finden für dich deinen Briefkontakt!“

Die Partner-Einrichtungen informieren ihre Bewohner/innen über die Aktion und klären sie auf, was sie erwartet. Darüber hinaus unterstützen die Mitarbeiter der Einrichtungen, nach Kräften, bei Beantwortung der Briefe.

Schreibt mir gerne wenn Ihr eine Brieffreundschaft habt – ich bin schon sehr gespannt wann ich meine erste Brieffreundschaft habe ❤ ich werde berichten.

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Krankenschwester in Hamburg wird während Pandemie gekündigt – mein Brief als Krankenschwester an Herrn Tschentscher

Ich finde die Entscheidung des Asklepios Konzern absolut nicht hinnehmbar und Herr Tschentscher als Bürgermeister und SPD Mitglied muss hier handeln.
In Zeiten einer Pandemie von nationaler Tragweite ist dieses Verhalten, von diesem Großkonzern, nicht hinnehmbar.

Sehr geehrter Herr Tschentscher,

Sie können sich gewiss denken aus welchem Anlass heraus ich Ihnen diesen Brief schreibe. Ich bin Krankenschwester und arbeite bereits seit über 15 Jahren in diesem Beruf.
Nun ereilte mich im Dezember durch einen Artikel, während einer Pandemie von nationaler Tragweite, die durch und durch absolut unvereinbare Entscheidung des Asklepios Konzern, eine Krankenschwester weil Sie sich öffentlich kritisch geäußert hat entlassen zu wollen.

Bereits damals hat mich diese Nachricht empört, weil diese so surreal wirkt. Wenn Sie bis vor kurzem zur Rechten von Frau Merkel – jetzt haben Sie ja Herrn Müller aus Berlin beerbt – in den Pressekonferenzen, bei denen weitreichende und einschneidenden Entscheidungen verkündet wurden, mit fast schmerzverzerrtem Gesicht mitgewirkt haben.
Weder Sie noch Herr Söder konnten es sein lassen die Moralkeule gegenüber dem Volk zu schwingen.

Nun kann es einfach nicht aus bleiben, wenn sich drei erwachsene Menschen (Frau Merkel, Herr Söder und bislang Sie) wie Sie es sind, die dem Volk das Denken absprechen wollen, dass darauf eine Reaktion folgt. Denn zuerst behandeln Sie die Menschen wie kleine Kinder und jetzt wundern Sie sich wieso viele auf Ihre immer dramatischer klingenden Reden kaum mehr reagieren. Sie erreichen das Volk nicht mehr.

Wieso würde ich Ihnen gerne anhand der Kündigung dieser gewiss, mit vielen Kompetenzen ausgestatteten Krankenschwester, wie Mut und Stärke Dinge offen anzusprechen – welches offensichtlich nicht Ihre Stärken sind – erläutern.
Wobei ich mich frage, wieso werde ich dann Politiker, denn das sind Kernkompetenzen die jemand in Ihrer Position erfüllen muss. Ich kann in der Anästhesie auch nicht die Narkose einleiten wollen und kurz nachdem ich die Medikamente gespritzt habe, erst merke huch der Tubus (aus Packung nehmen, Blockerspritze bereitlegen, evtl. Führungsstab, Gleitmittel) ist ja gar nicht Einsatzbereit.
Sie arbeiteten doch selbst zumindest bis 2011 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), aber vermutlich liegt das zu weit in der Vergangenheit. Ist es möglich, dass Sie die Erfahrung schlicht weg nicht machen mussten, in einem privaten Krankenhaus zu arbeiten?
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Ihr Fachgebiet in der Molekularbiologie verankert ist und Sie Laborarzt sind. Das wäre ja naheliegend.

Da Sie sich bislang in keinem mir bekannten Artikel dazu geäußert haben, obwohl wir ja in Zeiten einer Pandemie von nationaler Tragweite leben, möchte ich Sie nun über den Sachverhalt (den Sie selbst auch gerne in der Presse, vor allem NDR, nachlesen können) kurz aufklären:
Kranke sterben allein und ohne Begleitung. Asklepios wiederum sagt, dass es solche Situationen bislang nicht gegeben habe. Am vergangenen Donnerstag berichtete Romana Knezevic, eine der Sprecher der Krankenhausbewegung, im „Hamburg Journal“ des NDR von einem massiven Personalmangel im Asklepios-Krankenhaus in St. Georg. Schon seit langer Zeit fehle es an ausreichend Pflegepersonal, nun sei die Situation durch steigende Coronapatienten besonders dramatisch. Häufig kämen auf eine Pflegekraft bis zu fünf Intensivpatienten. „Das sprengt jeglichen Rahmen“, sagte Knezevic. […]“

Schauen Sie sich gerne auch auf der ARD Mediathek die Aussage von Frau Knezevic dazu an, am Ende werde ich diese als Quellen mit einpflegen.
Der Konzern bezichtigt die Pflegepersonen der Lüge, vielleicht schauen Sie sich hierzu den Film, „Der marktgerechte Patient“ von 2018 an und fragen die Dame, die Ihren Mann genau in diesem Konzern auf menschenunwürdige Art und Weise verloren hat, wer hier vermutlich lügt.

Es wird also eine Krankenschwester vom Asklepios Konzern gekündigt, weil diese es wagt Dinge in der Presse anzusprechen, wovor sich viele Pflegepersonen scheuen, wozu Herr Spahn aber noch am 11./12. November am Deutschen Pflegetag aufruft:
„Mir sagen Pflegekräfte jetzt muss ich Zimmer putzen. Dann kann ich nur sagen da hilft am Besten im Zweifel zu sagen ‚ich gehe‘ und das im Zweifel nicht alleine zu sagen sondern sich mit den 30, 40, 50 anderen Kollegen auf Station zusammen zu tun und zu sagen ‚wir gehen‘. Weil dieses Krankenhaus wird keine anderen finden, schon gar nicht in so großer Zahl und entweder geht es dann auf Sie zu oder nicht.“

Um vielleicht etwas die derzeitige Situation aufzufrischen:
Die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH entstand aus dem ehemaligen Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK). Ende 2004 verkaufte die Freie und Hansestadt Hamburg in zwei Schritten insgesamt 74,9% ihrer Anteile an Asklepios. Also wo bleibt Ihre Initiative als Politiker, die Stadt hält doch ebenfalls noch Anteile!

Da frage ich mich, wer steht denn nun geschlossen hinter dieser Pflegeperson?
Also die Politik ist es nicht, weder Sie als regierender Bürgermeister in Hamburg, noch Ihre Kollegin Frau Leonhard (Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration), sowie Herr Spahn unser Gesundheitsminister. Es geht auch kein besorgter Aufschrei durch die Presse oder unsere Öffentlich Rechtlichen Medien.


Ich habe das Gefühl, dass auf all Ihre vollmundigen Reden, keine Taten folgen – es stagniert und da fragen Sie sich allen Ernstes wie Menschen immer mehr und mehr das Vertrauen in Sie und Ihre Politik verlieren?

Aber es scheint offenbar der eingeschlagene Weg zu sein, auch der von unserer Regierung, Kritik ist nicht erwünscht und Frau Merkel sagte gestern in der Bundespressekonferenz, die Entscheidung bezüglich der Corona Maßnahmen ist Ihre und diese ist politisch.
Vielleicht fangen Sie endlich mal an, eine Fehlerkultur einzuführen und Transparenz zu leben. Denn die Bürger sind mündig und wollen auch so behandelt werden.
Jeden Tag darf sich ein neuer Politiker absolut ethisch und moralisch verwerflich in einer Art und Weise äußern, dass ich kaum an mich halten kann.

Leben wir hier in Deutschland nun in einer Demokratie? Denn wenn ja, muss diese Demokratie auch Menschen zu Wort kommen lassen die anderer Meinung sind.
Wieso greife ich dies auf?
Weil es nichts anderes ist mit dieser Krankenschwester.
Sie wird unbequem und wird deshalb kurzer Hand entlassen, der Weg des geringsten Widerstands, da wird sogar der (naja für so einen Konzern mit großen Rechtsabteilungen vermutlich marginaler Aufwand) Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht gegangen.
Herr Tschentscher Sie arbeiten in der Partei mit dem „S“ im Namen. Aber dieses „S“ sollten Sie streichen, denn Sie sind einfach nicht würdig sich mit dem Wort sozial, welches doch eher auf die Pflege als auf Ihre Partei zutrifft, zu schmücken.
Sie sind nicht nur Politiker in der SPD, sondern auch Bürgermeister der „Freien und Hansestadt Hamburg“ (wobei auch hier das Wort Frei als Schmuck am Nachthemd gilt), Sie tragen ja auch erschwerend hinzukommen, als ehemaliger Mediziner, die Verantwortung. Sie können sich doch nicht weg ducken.
Wo bleibt denn Ihre gelebte Solidarität, wozu Sie und Ihre Kollegen uns Bürger Tag täglich ermahnen, ich kann Sie nicht sehen!
Man kann Menschen nur an Ihren Taten messen, Herr Tschentscher wo sind Ihre?
Vielleicht sollten Sie tatsächlich über einen Rücktritt nachdenken, denn wenn Sie nicht jetzt für die mutige Krankenschwester einstehen, dann verliere ich gänzlich den Glauben an unseren Sozialstaat.

Und da wäre noch was:
Das Krankenhaus Groß-Sand (freigemeinnütziger Träger) schließt die Krankenpflegeschule im Sommer letzten Jahres (und das in Zeiten eines Fachkräftemangels) und auch das Krankenhaus selbst steht nicht sonderlich gut dar und auch eine Schließung stand bereits im Raum.
Falls Sie es noch nicht wussten, 2020 wurden 25 Krankenhäuser geschlossen und 2 bereits zum Jahreswechsel.
Vielleicht löst das auch bei Ihnen ein gewisses Aha-Erlebnis aus?
Sterbehilfe für Krankenhäuser und das während der Corona-Pandemie – was ist der Plan?
Seit 1991 fielen 1.011 Krankenhäuser dem Ökonomisierungstrend der Politik zum Opfer. Sprich von ursprünglich 2.411 Krankenhäusern auf 1.400.
Die Prognose ist keine Gute, denn Jens Spahn plant eine Krankenhausstruktur in ganz Deutschland von 600 Krankenhäusern. Eine weitere nüchterne Erkenntnis, 2018 befindet sich jedes dritte Krankenhaus in privater Trägerschaft.
Und da spielt Hamburg doch direkt bei den Ersten mit:

Mit sieben Akutkliniken und einer Rehabilitationsklinik stellt Askelpios in Hamburg den größten Klinikverbund an einem Standort in Europa. Dort werden ca. die Hälfte aller Menschen, die eine Krankenhausbehandlung benötigen versorgt. Mehr als 40 % aller Hamburger Krankenhausbetten stehen bei Asklepios und weit mehr als die Hälfte aller Rettungseinsätze enden in einer der Zentralen Notaufnahmen von Asklepios.

Asklepios Klinik Altona, Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau, Asklepios Klinik Barmbek, Asklepios Klinikum Harburg, Asklepios Klinik Nord – Heidberg, Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll, Asklepios Klinik St. Georg, Asklepios Klinik Wandsbek, Asklepios Westklinikum Hamburg, Medizinische Versorgungszentren: ambulante Versorgung

Und jetzt lassen Sie uns nochmal auf den Punkt von Herrn Spahn zurück kommen, denn wie soll sich Pflegepersonal bei einem Markt der Form eines Oligopols tatsächlich dagegen wehren?

Wer ermöglicht denn diesen Konzernen diese Macht? Diese Konzerne bewegen sich keinen Millimeter vom Fleck, weil Sie Verhandlungsmacht haben, welches u.a. Ihrer Partei durch Einführung der DRGs 2004 ermöglicht hat. Seitdem schießen die privaten Anbieter wie Pilze aus dem Boden, denn es rentiert sich nicht nur für den Konzern, sondern auch für die ganz ganz vielen Aktionäre.

Wieso sollen Krankenhauskonzerne – Aktiengesellschaften – nun vom Steuerzahler während der Corona-Pandemie gerettet werden?
Oder habe ich die Breaking-News verpasst in denen Rhön, Asklepios, Sana, Helios von Ihren Millionen und Milliarden Gewinnen aus Solidarität etwas an die Gesellschaft abgeben?
In einem Sozialstaat gehört sich die Gesundheitsversorgung, versorgungs- und nicht gewinnorientiert im Sinne des Allgemeinwohls, geführt.

Ich fordere Sie jetzt als Bürgermeister der Freien Hansestadt Hamburg und Parteimitglied der SPD dazu auf, handeln Sie jetzt. Zeigen Sie jetzt Größe und beweisen den Menschen, dass Politik nicht nur in Pressekonferenzen nett wirkt weil auf Fragen immer auf Umwege geantwortet wird, sondern dass Sie Solidarität leben und das nicht nur ein Marketingtrick ist.

Herr Tschentscher, es ist jetzt fünf nach zwölf um zu Handeln, stehen Sie jetzt hinter der Pflege und zeigen der Gesellschaft, das Pflege mehr wert ist und jeder Einzelne darauf sehr schnell ganz unverschuldet angewiesen sein kann.

Ich bitte Sie inständig darum, zeigen Sie, dass Politik nicht nur von guten Taten spricht, sondern handelt. Gerne gebe ich Ihnen mein Lebensmotto als Führungskraft mit auf den Weg: „Führen durch Vorbild“.

Mit freundlichen Grüßen

Krankenschwester Sabrina


Informationen zur Hamburger Krankenhausbewegung findest du hier und hier gehts zur Website vom Hamburger Bündnis Pflegenotstand-Hamburg.

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Was bleibt sind Erinnerungen

Die strengen und unaufweichlichen Maßnahmen waren der Grund, dass ein 92 Jähriger sterben musste

Im Merkur Artikel heißt es „Tod ohne Corona, aber wegen Corona“.
Es bedrückt mich, wenn ich diesen Artikel lese, es bedrückt mich so sehr, dass sich ein Kloß im Hals bildet und sich meine Gedanken für einen Moment zerstreuen.
„Der Menschlichkeit einer Pflegerin ist es zu verdanken, dass ich, in einen Schutzanzug gehüllt, meinen Vater noch einmal besuchen durfte“, schildert der Sohn die letzte Begegnung mit seinem 92 Jährigen leicht dementen Vater, nachdem er vergeblich darum kämpfte Ihn im Krankenhaus besuchen zu dürfen.
Der Sohn war extrem schockiert, als er Ihn das erste Mal wieder sah, denn er war nur noch Haut und Knochen.

Aber der Reihe nach, der 92-Jährige lebte bei seinem Sohn, bis zu einem vergleichsweise harmlosen Sturz. Es stellten sich Schmerzen, bei dem 92-Jährigen, welcher durch seine leichte Demenz, stark auf seinen Sohn fixiert war, ein.
Der Senior wurde ins Krankenhaus zur Abklärung eingeliefert.
„Das war“, sagt der Sohn in der kritischen Nachbetrachtung, „das Todesurteil.“

Denn, für eine demente Person furchtbar: Der Sohn durfte seinen Vater in der Klinik wegen der strikten Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr besuchen. Kein einziges Mal. „Und es gab auch niemanden, der sich um einen Telefonkontakt bemühte“, sagt Herbert Scheuerer. Sein Vater: abgeschottet und allein gelassen. Eine Situation, die sich rasch zuspitzte. Denn aufgrund seiner leichten Demenz interpretierte der 92-Jährige die Total-Kontaktsperre falsch: „Er dachte, ich hätte ihn vergessen und abgeschoben, wie ich nachträglich erfahren musste“, berichtet sein Sohn. „Sehr schnell hat mein Vater alle Behandlungen sabotiert, sich die Schläuche herausgerissen und nichts mehr gegessen.“

„Diese Tragödie“, sagt der Sohn, „ist sicher kein Einzelfall.“ Sein Vater sei „Opfer der Coronamaßnahmen“ geworden: Ein Missstand, findet der Unterhachinger – darauf möchte er aufmerksam machen und andere Menschen dafür sensibilisieren, im Zuge strenger Pandemieregeln „einen tödlichen Kollateralschaden“ wie in diesem Fall „nicht zu akzeptieren“.

Erst jetzt konnte „das tragische Riesen-Missverständnis“, so der Sohn, aufgeklärt werden. Niemals habe er seinen Vater abschieben wollen, im Gegenteil, ab dem zweiten Krankenhaustag bemühte er sich um Besuche. Ohne Erfolg.

Die Fehlinterpretation konnte an diesem Nachmittag im Neubiberger Heim aus der Welt geschafft werden, „wir sind im Guten geschieden“, aber den Vater rettete diese späte emotionale Wende nicht mehr: Er starb in der folgenden Nacht. „Nicht an Corona“, betont Herbert Scheuerer, „sondern an Einsamkeit und mangelnder Empathie. Das Krankenhaus hat ihm den Lebenswillen genommen, die Coronamaßnahmen dort waren für meinen Vater das Todesurteil.“

Es kommt mir so bekannt vor, ich weiß wenn man selbst Krankenschwester ist, sollte man das nicht sagen. Man sollte nicht so schwer mit dem eigenen Berufsstand ins Gericht gehen. Meines Erachtens nach liegt das an Maßnahmen die von Menschen angeordnet werden, die von Pflege keine Ahnung haben und keinen Spielraum für Flexibilität zulassen.


Der Artikel war vom 15.01.2020

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Bundestagpetition 117906: 50.000 Stimmen für eine Gesundheitsreform für eine bessere Pflege zum Schutz der Pflegebedürftigen

Offizielle Bundestag Petition – wichtig bitte jeder unterzeichnen! Auch wenn du nicht in einem Gesundheitsberuf arbeitest, jeder wird ein mal krank und muss ins Krankenhaus oder ist auf Pflege in einer Senioreneinrichtung angewiesen.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_11/_11/Petition_117906.html

Meine Unterschrift habe ich gerne gegeben.

Wir benötigen für das Quorum 50.000 Stimmen (Die Mitzeichnungsfrist hat heute begonnen), wenn wir diese erreicht haben, hat der Petent die Möglichkeit sein Anliegen vor dem Petitionsausschuss vorzubringen. Dieser entscheidet dann über die Dringlichkeit der Petition – deshalb lasst uns viele sein.

Vorteile dieser Petition:

  • Diese hat Potential um eine große Reichweite zu erlangen, da sie nicht wie bei Change.org oder OpenPetition bei einem privaten Unternehmen unterzeichnet wird.
  • Sprich der Petitionsausschuss, die regierenden Politiker und die Opposition sieht, dass viele Bürger nicht mit der derzeitigen Situation des Gesundheitssystems einverstanden sind, der Druck steigt.
  • Wir haben eine offizielle Zahl an Personen, die mit der derzeitigen Situation im Gesundheitsbereich (Krankenhaus, Senioreneinrichtungen,…) nicht einverstanden sind.Wir haben endlich eine realistische Chance, dass wir Gehör finden.
Wie funktioniert es?

Titel der Petition: Gesundheitsreform für eine bessere Pflege zum Schutz der Pflegebedürftigen (Petitionsnummer: 117906)

Wichtig, wenn man nicht schon registriert ist, erst mal „ich bin neu hier“ anklicken – zuerst anmelden, dann erst kannst du mitzeichnen.


1. UnterzeichnenLink zur Anmeldung, du kannst dann anonym unterzeichnen – klicke hier zur Anmeldung
Nach der Registrierung bekommt man eine E-Mail, mit einem Bestätigungs-Link.

2. Link zum Unterzeichnen, wenn du bereits angemeldet bist – klicke hier zum Unterzeichnen

Und nun teilen, teilen und nochmals teilen
Facebook, Twitter, Instagram, unter Posts, im privaten Bekanntenkreis, auf Plattformen mit großer Reichweite, via E-Mail, auf Arbeit aushängen und Kollegen informieren …

Was sind die Forderungen dieser Petition?

Wir fordern: endlich bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

1. Mehr Zeit für Patient:innen. Verlässliche Arbeitszeiten. Entlastung von Bürokratie. Personalschlüssel nach echtem Bedarf. Sofortiges Handeln bei Unterbesetzung

2. Aufwertung des Berufsbildes: höhere Gehälter, Zulagen und Entlohnung von Weiterqualifizierung. Mehr Entscheidungsmöglichkeiten an Patient:innen. Bessere Karrierechancen

3. Konsequente Abkehr von Profitdenken und ökonomischen Fehlanreizen durch eine Gesundheitsreform

Begründung

Wir alle brauchen Pflege in Würde. Im Krankenhaus nach einem Herzinfarkt oder Unfall. Im Heim oder zu Hause, wenn unsere Liebsten oder wir selbst hinfällig werden. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Pflegekräfte, die Zeit haben


Stand 14. Januar 2021 um 11:142730 Unterschriften

Stand 14. Januar 2021 um 13:00 – 13.826 Unterschriften
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Darf mich die Einrichtungsleitung zur Corona Impfung zwingen?

Ein Zahnarzt aus Pfaffenhofen droht seinen Mitarbeitern wenn diese sich nicht impfen lassen, wird er sie freistellen ohne Lohnfortzahlung.
Seit kurzem kursieren auch zwei Schreiben von Arbeitgebern aus der Pflege, in denen ebenfalls m.E. nach in Form einer Nötigung (§240 Strafgesetzbuch) auf die Mitarbeiter zugegangen wird.

Was tun wenn der Chef einem droht?

Die Meinungen diesbezüglich gehen bei den Arbeitsrechtlern auseinander und derzeit gibt es auch noch keine gesicherten Gerichtsurteile.
Aber es gibt trotzdem Möglichkeiten, ich habe heute mit einem Anwalt – Fachgebiet Arbeitsrecht – gesprochen.

  1. Gehe mit deinem Arbeitgeber in den Dialog und führe im Anschluss immer ein Gedächtnisprotokoll, was wurde wann (Datum, Uhrzeit) mit deinem Vorgesetzten besprochen. Lass dir die Aufforderung zur Impfung auch immer schriftlich vom Arbeitgeber bestätigen.
  2. Ein wichtiger Faktor der gegen die Aufforderung zur Impfung spricht, es fehlen bislang Erkenntnisse ob ich durch die Impfung auch eine Immunität erreichen kann und dadurch derzeit nicht gesichert ist, dass ich nach der zweiten Impfung nicht ausschließlich für mich einen milderen Verlauf der Krankheit habe.
  3. Ich kann mich als Arbeitnehmer darauf berufen, dass sowohl von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch von unserem Gesundheitsminister Jens Spahn (beide Aussagen sind als Video unten zum rein hören mit eingepflegt) versichert wurde, dass es keine Impfpflicht geben wird und die Aussage bis heute nicht revidiert wurde.
  4. Wenn der Arbeitgeber uneinsichtig ist, weißt ihn darauf hin, dass ihr die Schutzkleidung in diesem Fall die FFP Maske zum Schutz der Bewohner tragt und ihr diesbezüglich kooperativ seid und gewillt seid keinen Bewohner einer Gefahr auszusetzen.
  5. Bitte vergegenwärtigt euch besonders die Kollegen in der Pflege, ihr habt eine Sonderstellung, denn es herrscht überall Pflegenotstand, sprich der Markt an Pflegepersonal ist abgefischt.
    Verbindet euch in Gruppen, macht solche Aussagen von Chefs publik, baut den Druck gegenüber eurem Arbeitgeber auf!
    Seid nicht Obrigkeitshörig, streikt und legt die Arbeit nieder!
  6. Und wenn alle Stricke reißen, dann zieht vor das Arbeitsgericht und lasst dies arbeitsgerichtlich klären! Klar kostet dies ein paar Euro, aber ist es das nicht Wert, für Selbstbestimmung und Freiheit?

Bei dem Schreiben der Diakonie, ist mir bekannt, dass die Einrichtungsleitung aufgrund des öffentlichen Drucks, dieses Schreiben zurück gezogen hat. Es wurde ein neues Schreiben an die Mitarbeiter verschickt in welchem mitgeteilt wurde, dass das erste Schreiben seine Gültigkeit verloren hat.
Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich dagegen wehren kann, wenn der Druck nur groß genug ist.

Aussage Frau Merkel

Aussage Jens Spahn

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Pflege geht uns alle an – jung und alt – denn jeder von uns kann jederzeit durch eine Krankheit darauf angewiesen sein!

„Wir Pflegefachpersonen sind es, die Menschen in herausfordernden Lebenslagen, Autonomie ermöglichen – denn wir reichen die Hand und mobilisieren Menschen.
Pflege geht uns alle an – jung und alt – denn jeder von uns kann jederzeit durch eine Krankheit darauf angewiesen sein.“

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Als Gerontopsychiatrische Fachkraft zerreißt es mir mein Herz ❤️ zu sehen, dass sich die Pflegeversicherung seit Einführung 1995 als Klotz am Bein in unserer sozialen Marktwirtschaft entwickelt hat.
Dass die Bedingungen in Senioreneinrichtungen seit Jahren, katastrophal sind, müsste allein bei der Betrachtung des Budgets für das tägliche Essen auffallen.
Küchenchefs in Altenheimen und Behinderteneinrichtungen kommen regelmäßig an ihre Grenzen, sodass fertige Backmischungen und Tütchen von Knorr/Maggi in Großpackungen angeliefert werden.

Selbstverständlich ist auch der willkürlich gewählte Pflegeschlüssel, welcher von Bundesland zu Bundesland abweicht (die Logik dahinter konnte mir bislang noch niemand erklären) unterirdisch.
Dass es inzwischen zur Normalität gehört, die Pflege aufzusplitten, in Betreuungskräfte und Pflegekräfte, schlägt für mich dem Fass den Boden aus.

Bitte besinnen wir uns darauf, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Wo bleibt denn die Flexibilität und Individualität in unserem Pflegeberuf?
Denn sind wir mal ehrlich eigentlich können wir uns die Biografiearbeit sparen, denn am Ende ist dies nur für den MDK schön anzusehen und selbst der Überleitungsbogen bleibt bei vielen Bewohner nach dem Einzug in Altenheim unberührt.
Wieso? Weil die Zeit fehlt!

Aber wo liebe Kollegen seid ihr? Wo liebe Gesellschaft seid ihr? Pflege benötigt jeder!
Unter dem Deckmantel der Überarbeitung wird das System seit Jahren mit getragen.
So machen wir uns alle mit schuldig!

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Müssen sich 12 Krankenhäuser eine neue Aufgabe suchen?

🏥 Müssen sich 12 Krankenhäuser eine neue Aufgabe suchen?

Die Schweiz hat zu viele Spitäler.
Dieses Phänomen lässt sich auch in Deutschland beobachten, über 25 Krankenhäuser haben bereits 2020 geschlossen, 2 schließen Anfang 2021 – hierzu gerne meinen Blogbeitrag ansehen, Schock: 25 Krankenhausschließungen 2020.

Die Argumentation ist immer die Dichte der Krankenhausstandorte weshalb geschlossen werden soll, laut Experten haben sowohl Deutschland als auch die Schweiz ein sehr gutes Gesundheitssystem – noch.

Auf dem Spiel stehen:
St. Gallen: Altstätten, Flawil, Rorschach, Walenstadt und Wattwil sowie Heiden AR
Schwyz: Einsiedeln, Lachen, Schwyz
Baselland: Laufen, Bruderholz
Zürich: Affoltern am Albis

Gemäss den Experten könnte man bis zu 28 Spitäler in den nächsten Jahren dicht machen. Und damit bis zu 6.000 Betten abbauen.

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Gertrud 92 Jahre alt: „Wenn man so alt ist wie ich, dann weiß man ja, dass man bald a mal sterben wird“

Screenshot YouTube Video

Gertrud: „Wenn man so alt ist wie ich, 92, dann weiß man ja, dass man bald a mal sterben wird und da fürchte ich mich doch net vor dem Corona. Wenn ich an Corona sterb, dann sterb ich halt an Corona, sonst sterb ich halt an der Grippe oder an weiß Gott was ganz gleich oder an einen Schlaganfall oder was, des weiß man ja net. Irgendwas kommt halt daher, dass man stirbt.

Frage: „Der Gesundheitsminister möcht dich ja davor bewahren, der möcht dich ja davor bewahren, dass du net stirbst.“

Gertrud: „Naja, des is sehr schön von ihm, dass er mich bewahren will. Aber er kann mich net vorm Tod bewahren, wir müssen alle mal sterben. Da kann er mich net bewahren davor.“

YouTube Video von Martin Rutter

Schau dir auch gerne meine anderen Blogbeiträge zu diesem Thema an – Betty Wiedemann 97 Jahre alt hat keine Angst vor Covid19 und lässt sich auch nicht impfen!, 100-jährige Heimbewohnerin leidet unter Einsamkeit: „Sie will einfach nur sterben“ & Was bringt ihnen die Gesundheit, wenn sie an Einsamkeit sterben – Fritz Schroth 78 Jahre. Jetzt ist die Zeit es besser zu machen?!


Besucht mich gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram

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Corona Gipfel: Einschränkung des Bewegungsradius auf 15km?

Mögliche Verschärfung der Coronamaßnahme?
Einschränkung des Bewegungsradius auf 15km oder sogar 5km? Die Physikerin Viola Priesemann brachte am Montag einen Fünf-Kilometer-Bewegungsradius ins Gespräch.
Also dem Vorbild von Sachsen folgen.

Corona Gipfel, 05.01.2021
Morgen beraten die Politiker, also Angela Merkel und die Länderchefs über die weiteren Corona Maßnahmen.
Seit 16.12.2020 befinden wir uns nun in einem Lockdown Hart. Die Verlängerung steht wohl schon fest.

Was denkst du, werden die Maßnahmen verschärft? Gibt es eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf 15km?

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Krankenschwester: Patient zeigt mich an wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot

Patient zeigt mich an wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot 😀
Soll man da lachen oder weinen?
Obacht, derzeit ist das natürlich nicht der Fall und generell gilt dies natürlich nicht in sensiblen Bereichen wie dem Krankenhaus oder Altenheim 😉

Geregelt ist das im Gesetz über Versammlungen und Aufzüge, kurz Versammlungsgesetz §17a.
Das menschliche Miteinander lebt von der Kommunikation. Diese wird allerdings deutlich erschwert, wenn bei einem der Gesprächspartner das Gesicht (beispielsweise wegen einer Maske) nicht zu erkennen ist. Die Mimik kann somit nicht mehr wahrgenommen werden.

Doch auch die Feststellung der Identität wird dadurch erschwert. Unter einem Kostüm kann sich grundsätzlich „jeder“ befinden. Gerade bei einer Verkehrskontrolle sind Bürger verpflichtet, eine zweifelsfreie Identifizierung zu ermöglichen.

Wer dem Vermummungsverbot nicht nachkommt muss laut § 27 Versammlungsgesetz mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe rechnen. Es handelt sich also um einen Straftatbestand, der bei einer Anzeige eine Gerichtsverhandlung nach sich ziehen kann.

Obacht: Auch das Mitführen von Utensilien, die dazu geeignet sind, eine Vermummung vorzunehmen, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und steht unter Strafe. Dies kann mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro geahndet werden.

Lasst uns das Lachen nicht verlieren.

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Achtung kann Spuren einer sehr kritischen Meinung einer wütenden Krankenschwester enthalten

Achtung kann Spuren einer sehr kritischen Meinung einer wütenden Krankenschwester enthalten – Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen

Vielleicht sollten wir Pflegekräfte mal für uns selbst klatschen – denn wie kann es sein, dass wir das zulassen, dass eine Intensivpflegekraft aus Hamburg, die offen Ihre Meinung über Ihren Krankenhausalltag auf Intensivstation äußert, vom Asklepios Konzern entlassen werden soll?

Ich warne seit Wochen genau vor dieser Entwicklung bezüglich kritischer Meinungen und die daraus zu erwartenden Konsequenzen, wie Entlassungen, weil ein Mitarbeiter es gewagt hat, zu Recht Missstände anzusprechen.
Nicht nur Asklepios macht es uns vor!

Stattdessen lese ich überall Posts, von Pflegekräften, wegen der Ungerechtigkeit bezüglich der Verteilung der Corona Prämie.
Echt?

Bilder von erschöpften Pflegefachpersonen mit „DHB Mundschutz“ (Achtung Ironie) die sich selbst fotografieren, sind nett anzusehen, aber verändern nichts an der Gesamtsituation.
Diese machen den Beruf auch nicht attraktiver, mal davon abgesehen, dass man sich irgendwie auch nur gegenseitig den Ball zuspielt …

Wo bleibt der Aufschrei bei unseren Politikern, gegenüber dem Krankenhauskonzern, wo echauffiert sich einer in Twitter oder Instagram darüber?
Wo bleibt der Aufschrei in der Presse – Öffentlich Rechtliche und auch unsere geliebten Medien wie Spiegel, Bild, Welt, Focus, etc. – ich vergaß, auch die wurden ja inzwischen von unseren Großkonzernen (Springer & Hubert Burda Media) gefressen.
Denn der neue Trend ist jetzt groß, größer am größten, also mega…
Mega ist die neue Kontrolle – quasi wie die digitale Patientenakte, für die Jens Spahn neben der Pandemie von nationaler Tragweite noch mächtig Zeit hat um diese voran zu treiben.

Wo ist denn nun der Aufschrei in Zeiten einer Pandemie von nationaler Tragweite?
Wie kann es sein, dass eine Intensivpflegekraft ernsthaft um Ihren Arbeitsplatz bangen muss, weil Sie sich kritisch geäußert hat?

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BioNTech-Pfizer: in den klinischen Studien waren lediglich 860 Probanden älter (oder gleich) 75 Jahre

BioNTech-Pfizer sagt ganz klar, dass in den bisher gelaufenen, klinischen Studien lediglich 4,3% der Probanden (860 Personen) älter (oder gleich) 75 Jahre waren.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland die Gruppe, die zuerst geimpft werden soll, sogar über 80 Jahre ist (die erste, deutsche Seniorin, die geimpft wurde, war 101 Jahre alt) wird einem klar, dass es dazu faktisch eben keine umfangreichen oder gar repräsentativen Studien gibt.
Die Risikogruppe, die jetzt zuerst geimpft wird, sind gleichzeitig die Testkandidaten.
Während man im BioNTech-Pfizer Aufklärungsblatt diese Information findet, wird sie vom RKI verschwiegen – im Gegenteil das Impfen von genau dieser Gruppe, die in den bisherigen Studien deutlich unterrepräsentiert war, wird sogar empfohlen.

Quelle: Reuters

Nicht einmal ein Jahr hat es gedauert, dass nun ein neuartiger mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 auf dem Markt ist und dank einer „beschleunigten EU Zulassung“ (die Herr Spahn öfter mit dem nicht näher definierten Begriff der „ordentlichen Zulassung“ umschreibt) wird dieser nun seit gestern in Deutschland verimpft.
Die Impf-Reihenfolge wurde dabei auch durch die Bundesregierung festgelegt und mit höchster Priorität sind die Menschen an der Reihe, die älter als 80 Jahre sind und in einem Pflegeheimen wohnen.
Also genau die Gruppe, die oftmals nicht mehr selbst in der Lage ist, für sich Entscheidungen zu treffen und wo leider allzu oft Hausärzte medizinische Empfehlungen geben. Hausärzte, die zum heutigen Impfstart – am Sonntag – geschlossene Praxen haben, oder über die Feiertage sowieso im Urlaub sind.

Informationsbroschüre von Pfizer für medizinisches Personal zum Impfstoff

Interessant wird es im Abschnitt 11.4 – Geriatric Use, also der Anwendung des Impfstoff in der Geriatrie (Altersmedizin).