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Woran starben die Menschen bislang in Deutschland – Stürze kommen noch vor einer NCOV-19 Infektion

An elfter Stelle stehen die Stürze bei den Todesursachen für 2020 – NCOV-2019 kommt erst an zwölfter Stelle.

Stand 14. Oktober 2020

Diese aufbereitete Grafik findest du unter Free 2020 –> leider zeigt die Website derzeit keine Grafiken mehr an, die Prozente werden noch angezeigt, aber ob diese aktuell sind kann man so nicht beurteilen.
Erschreckend zu sehen, wie viele Menschen bereits 2020 an Stürzen verstorben sind – 10.807 Personen.

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Am 15. Oktober plant Gesundheitsminister Jens Spahn Massentests in Senioreneinrichtungen – ist dies die richtige Strategie?

Blinder Aktionismus unseres Gesundheitsministers? 💶 2.407.200.000 Euro für PCR-Tests

Zunächst möchte ich ein paar Gedankenanstöße für eine mögliche Strategie in den Raum werfen:

  • Wären Schulungen im Bereich Hygiene nicht sinnvoller – inzwischen wurde im Pflegesektor die Handarbeit von der Kopfarbeit getrennt – sprich Pflegehelfer (20 Tage Ausbildung) und Betreuungskräfte (Umschulung 3-12 Monate je nach Anbieter) welche wenig Kompetenzen aufgrund der kürze der Ausbildung diesbezüglich erlangen, zu schulen.
    Es gibt nicht ohne Grund Fachkräfte im Bereich der Hygiene.
    Wie gering die Sensibilität im Bezug auf Hygiene ist, zeigt meines Erachtens nach die Handhabung der Mund-Nasen Bedeckung vieler Bürger im täglichen Gebrauch (Maske wird am Arm oder unter dem Kinn getragen usw).
  • Der dauerhafte Personalmangel in Senioreneinrichtungen – welcher nicht einmal durch ausländische Pflegekräfte zu decken ist.
    Dass jedoch zwischen Personalausstattung und Pflegequalität ein Zusammenhang besteht zeigt diese Studie aus den USA.
    Wie die dichte der Personaldecke und die Möglichkeit der Beschäftigung und Betreuung von Senioren zusammen hängt erspare ich hier näher zu erläutern, dies sollte sich aus dem Zusammenhang erklären.
  • Investitionen in ein Hygienekonzept welches aufgrund seines Umfangs vielleicht zunächst mehr Kosten verursacht, aber langfristig nachhaltiger, effektiver und dadurch auch effizienter ist. Z.B. mehr Personal, mehr praktisch orientierte Hygieneschulungen, Einsatz von Hygienefachkräften, Qualitätsmanagementbeauftragte die auch das Stundenkontingent für qualitativ hochwertige Arbeit haben, usw. Doch dieses Thema war bereits vor NCOV – 19 hinlänglich bekannt.
  • Technische Ausstattung – wie genügend Desinfektionsspender, so banal es klingen mag, ausreichend Waschbecken, gestellte Arbeitskleidung – neben einer Digitalisierung in Senioreneinrichtungen.
  • Aufgrund fehlender personeller Ressourcen in Senioreneinrichtungen, fehlt die Hand die die Zuneigung schenkt, die wir aber alle in unserem täglichen Leben so dringend brauchen.
    Denn Besucher in Senioreneinrichtungen sind selten und ehrenamtliche gibt es wenige.
  • Die Ausgabe von 2.407.200.000 Euro im Monat für PCR-Tests in Senioreneinrichtungen (werden unten noch näher erläutert) für die „Sicherheit“ unserer Senioren, sehe ich für oben genannte Punkte besser investiert.
  • Hat die Teststrategie auch etwas mit den zu hohen Rücklagen der Krankenkassen zu tun?
    „Der durchschnittlich von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz liegt weiterhin stabil bei 1,0 Prozent.“, so schreibt dies das Ärzteblatt.
    Lässt sich hier ein Zusammenhang vermuten zwischen Beiträgen welche aus dem Gesundheitsfond an die Krankenkassen ausbezahlt wurden, aber offensichtlicher weise eher als Rücklagen gehamstert wurden und nicht für die adäquate Versorgung der Mitglieder der Krankenkassen.
    Selbst wenn die Krankenkassen behaupten, es wären keine weiteren Ausgaben von Nöten gewesen – weil die Beitragszahler nicht kränker waren als das zur Verfügung gestellte Geld aus dem Gesundheitsfonds – hätte man diese Gelder doch nicht als Rücklagen hamstern müssen, sondern den Beitragszahlern zurück geben können?
    Vielleicht hätte man auch einfach den Zusatzbeitragssatz senken können?
    Aber die Krankenkassen wurden bereits von Herrn Spahn darum gebeten, die Rücklagen zu senken – wie das bislang geklappt hat, davon kann sich jeder selbst ein Bild machen.
  • Was bedeutet die Todeszahl der Senioren die mit NCOV – 2019 gestorben sind ohne den Kontext und Vergleichszahlen?
Ntv

Ich möchte vorweg nehmen, dass ich diese Strategie für Senioreneinrichtungen kritisch betrachte und große Bedenken habe – ich bin nicht nur Führungskraft mit ❤️ sondern auch Managerin – meines Erachtens nach bedarf es hierbei keiner Kosten-Nutzen Analyse um erkennen zu können, dass dies blinder Aktionismus ist.
Aber vielleicht wäre es zukünftig besser – mehr Lobbyarbeit von Interessenvertretern für Senioren der Politik an die Seite zu stellen.

In dem Ntv Artikel heißt es:
„Pflegeheime sollten den Plänen zufolge zum Beispiel ein monatliches Kontingent für sogenannte Antigen-Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen.
Geplant seien bis zu 50 Tests pro Bewohner.
Eine Einrichtung mit 80 Bewohnern könnte also bis zu 4000 Tests im Monat nutzen, um Besucher, Personal und Bewohner wiederholt zu testen.
Bezahlt werden sollten die Schnelltests über den Gesundheitsfonds, aus dem Krankenkassen ihre Mittel erhalten.
Das Ministerium veranschlagt dafür einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag – abhängig von der Entwicklung des Testgeschehens.
Senioren- und Pflegeheime in Deutschland waren dem Coronavirus lange schutzlos ausgeliefert. In einzelnen Einrichtungen hatten sich immer wieder massenhaft ältere Menschen infiziert.“

Wenn ich diesen Artikel lese wird mir wieder bewusst gemacht, dass hier nicht nur ein medialer Irrglaube vorherrschend ist – dieser aber zu solchen Meinungsbildern führt.
Irrglaube #1: Hohe Besucherzahlen in Senioreneinrichtungen
Irrglaube #2: Vereinsamung ist erst seit der 2019 – NCOV Pandemie ein Problem
Irrglaube #3: In Senioreneinrichtungen leben Menschen die keinen freien Willen bilden können
Nun möchte ich diesen Fehlglauben gerne ins Verhältnis setzen und mit diesen Vorurteilen aufräumen.
Irrglaube #1 & #2, von dieser Gefahr, dass Besucher ein Virus in eine Einrichtung tragen möchte ich nicht gänzlich Abstand nehmen, aber ins Verhältnis setzen – wieso?
Weil die Vereinsamung von Senioren schon vor der Pandemie ein riesiges Problem für die Senioren in solchen Einrichtungen darstellte.
Meine Erfahrungswerte zeigen mir, dass nicht mal die Hälfte der Senioren regelmäßig Besuch von Angehörigen bekommt (der Lebenspartner und Freunde sind vielmals bereits verstorben).
Die Gefahr geht vielmehr von Multiresistenten Keimen aus – welche tendenziell eher von Krankenhausaufenthalten in die Senioreneinrichtungen getragen werden – die damit einhergehende Isolation und Vereinsamung thematisiert aber unsere Politik/Medien nicht.
Mal davon abgesehen, dass dies jeden Menschen treffen kann, denn ein unverschuldeter Unfall kann jedem von uns passieren und zieht oftmals einen Krankenhausaufenthalt und eine Operation nach sich.
Diese Belastung unseres Gesundheitssystems durch Multiresistente Keime möchte ich aber gerne in einem zukünftigen Blogbeitrag thematisieren.
Irrglaube #3, Senioren in Senioreneinrichtungen sind alle betreut, denn Sie können keinen freien Willen (Juristischer Begriff, geregelt im BGB) mehr bilden.
Dem ist nicht so, denn ein Senior der sich dazu entschließt in ein Seniorenheim einzuziehen, tut dies weil er über die Zukunft und die Entwicklung nachdenkt, hat aber deshalb keinen Betreuer.
Wieso das so ist?
Weil man nicht automatisch nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat keinen freien Willen mehr bilden kann.
Bsp.: Angela Merkel 66 Jahre, Donald Trump 74 Jahre, Wladimir Putin 68 Jahre, Wolfgang Schäuble 78 Jahre (Präsident des Deutschen Bundestages), Horst Seehofer 71 Jahre, …

Aufgrund des Irrglaubens der nicht abreißenden Besucherströme in Senioreneinrichtungen, wird nun diese Entscheidung getroffen, 236.000 Euro (bei 59 Euro eines günstigen Tests), in einer mittelgroßen Einrichtung, für PCR-Tests auszugeben.
Das wären bei der Annahme von 816.000 Senioren, welche in Senioreneinrichtungen leben und 50 Tests pro Monat (laut Herrn Streeck kostet ein billiger 59 Euro), 2.407.200.000 Euro.
Hinzu kommt die Annahme, dass Menschen unsterblich sind, dem ist aber nicht so, denn aufgrund der Eiweißstruktur unseres Körpers ist dies eben begrenzt.
Unterhält man sich mit Senioren, setzen die nicht auf einen rundum Schutz (welcher noch lange nicht durch einen PCR-Test gegeben ist), sondern legen Wert auf soziale Kontakte und lehnen Vereinsamung ab.
Ein Mensch in einer Senioreneinrichtung befasst sich mit der Option sterben zu müssen, dies liegt in der Natur der Sache.
Herr Wieler sagte in einer Pressekonferenz, Menschen mit Corona sterben im Durchschnitt mit 81 Jahren.
Eurostat sagt, dass ein Deutscher im Durchschnitt mit 81 Jahren stirbt.
Mal davon abgesehen, dass es bereits nachgewiesen ist, dass Senioren tendenziell eher durch Vereinsamung sterben – denn Sie verlieren Ihren Lebenswillen.

Wovor versucht man also unsere Senioren zu schützen und vor allem wie?
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Sinnvolle Teststrategie oder einfach nur teuer? PCR Tests kosten wöchentlich 91 Millionen Euro

Eure Meinung 🤯 würde mich hierzu interessieren?

Das RKI schreibt, dass die Testkapazität in der Woche 1.541.289 PCR-Tests beträgt – sprich multipliziert mit 59 Euro, ergibt das 90.936.051 Euro pro Woche.

Lagebericht RKI S.12

Gerne möchte ich auf einen Punkt eingehen, den man dem Gesundheitswesen zuschreiben kann und für welches derzeit Gelder in Milliarden Höhe zur Verfügung stehen, nämlich dem PCR-Test.

Als Führungskraft in einem Seniorenheim muss ich bei den Pflegesatzverhandlungen mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern sehr intensive Verhandlungen führen, um wirtschaftlich agieren zu können.
Durch den Fachkräftemangel steigen derzeit die Personalkosten stark an, aber auch Energiekosten sind tendenziell weiter steigend.
Ich fühle mich in einer Pandemie diesen Ausmaßes im Stich gelassen von der Politik, denn ohne attraktive Löhne kann ich nur bedingt attraktive Arbeitsplätze für Pflegekräfte bieten.
Das wertvollste in einem Seniorenheim sind allerdings Mitarbeiter.
Dies gibt mir immer wieder zu denken.

Hendrik Streeck sagt im Interview mit der Osnabrücker Zeitung bezüglich der PCR-Tests:
„Hinzu kommt, dass die Tests teuer sind, und jemand muss sie bezahlen.
Je nach Labor kommen im besten Fall 59 Euro pro Test auf das Gesundheitssystem zu – bei 400.000 Stück pro Woche bedeutet es eine Stange Geld.“
Das bedeutet, dass diese Tests anhand des Beispiels von Prof. Streeck im besten Fall uns alle 94.400.000 Euro im Monat kosten.

Das Robert-Koch Institut (S.9) weist auf seiner Website, seit Beginn der PCR-Testungen in Deutschland bis einschließlich KW 39/2020, 16.999.253 Labortests aus. Dies bedeutet für den Steuerzahler bislang eine Belastung von 1.002.955.927 Euro.

Ist diese Maßnahme sinnvoll oder führt dies zu einer weiteren Verschuldung Deutschlands? Mehr dazu in meinem Blogbeitrag „Rekordschulden gegen Corona-Folgen – was kann sich der Steuerzahler leisten?“.

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Rekordschulden gegen Corona-Folgen – was kann sich der Steuerzahler leisten?

Der Schuldenberg 💶 ist eine schwere Last für kommende Generationen

Auf eine Vollbremsung bis 2019 folgt Vollgas – hat hier ein ökonomisches Experiment mit unbekanntem Ausgang begonnen?

Führungskraft mit ❤️


Zunächst möchte ich Ihnen aber die Zahlen vorstellen mit denen wir es hier zutun haben.
Ende des 1. Halbjahres 2020 sind wir mit 2 108,9 Milliarden Euro verschuldet. Dies war der höchste jemals ermittelte Stand in der Schuldenstatistik.
Damit stieg die öffentliche Verschuldung gegenüber dem Jahresende 2019 um 11,1 % beziehungsweise 210,1 Milliarden Euro.

Im ersten Nachtragshaushalt 2020 wurde eine Nettokreditaufnahme von 155,987 Milliarden Euro beschlossen.
Zwei­ter Nach­trags­haus­halt 2020, am 03. Juni, be­schlos­sen siehe Tabelle – in Höhe von 62,5 Mrd. Euro.
Gesamt werden 218,5 Mrd. Euro an Kredit aufgenommen.

Bundesfinanzministerium

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagt dazu wir müssen mit „Wumms“ aus der Krise kommen. Das Video hierzu habe ich Ihnen mit eingefügt.

Vielleicht beschreibt der Ausdruck auch einfach nur eine sehr überstürzte Zielsetzung.
Nachfolgend bitte ich Sie zunächst einmal eine weitere Aussage von Olaf Scholz (Bundesminister der Finanzen) zu lesen und zu reflektieren.

Gesamt werden 218,5 Mrd. Euro an Kredit aufgenommen, das bedeutet einen Anstieg der Schuldenquote auf über 75% des BIP – wie passt dies zu der Aussage, dass wir „finanziell gut aufgestellt sind“?
Eine gute finanzielle Aufstellung bedeutet für mich, dass ein Unternehmen Rücklagen (Gewinne, die Unternehmen für einen bestimmten Zweck zurücklegen) und viel Eigenkapital gebildet hat – danach sieht es aber wenn man sich die Zahlen (S.12) ansieht nicht aus.
Ich freue mich über regen Austausch hierüber und tolle Kommentare eurerseits.
Ausgaben für die Pflege sind dabei allerdings nicht vorgesehen.
Wie wirkt man dem Fachkräftemangel in der Pflege, welche essentiell im Gesundheitssektor ist, entgegen?
Viele Fragen die sich mir stellen und die unbeantwortet bleiben.

Vielfach wird von Geldern in Milliarden Höhe gesprochen – für mich persönlich hinkt die Aussage – denn es sind Gelder die der Bürger erwirtschaftet, also Steuergelder.
Gerne verwende ich zur besser Visualisierung folgendes Beispiel:
Bundesregierung = Unternehmen, Bürger = Angestellter und die Politiker = Geschäftsführung. Dies mag sicherlich nicht 1:1 anwendbar sein, jedoch vereinfacht es in vielerlei Punkten die Vorstellung.
Kann ich als Bürger oder Unternehmen über meine Verhältnisse leben ohne Konsequenzen erwarten zu müssen?
Kann die Lösung, bei einer Verschuldung und einem zu erwartenden Einbruch von Gewinnen (Steuergeldern), eine weitere Verschuldung, also Kredite sein?
Vielmehr müssen die Staatsausgaben doch gesenkt werden.
Viele öffentliche Aufgaben sollten nach einer Verwaltungsreform bürgerfreundlich, sparsam und wirtschaftlich erledigt werden. Das bedeutet mehr Eigenverantwortung der Bürger, weniger Beschäftigte im öffentlichen Dienst und mehr Chancen für private Anbieter von Leistungen, die der Staat heute erbringt.
Die Schuldenbremse muss vermutlich reanimiert werden, aber bringt das jetzt noch etwas?
Der Staat verschuldet sich in der Coronakrise so hoch wie nie und bekommt dafür Applaus. Doch womöglich werden die neuen Schulden bald zur Last.


Seit 2016 hat sich die Politik und zukünftige Politikergenerationen selbst gefesselt, durch die Schuldenbremse.
Dies hört sich zunächst nach einem vernünftigen Umgang zum Thema Finanzpolitik an, wären da nicht Schlupflöcher im Gesetz mit verankert.
Genau diese Schlupflöcher, ermöglichen jetzt eine Neuverschuldung noch nie gegebenen Ausmaßes – die Corona Pandemie stellt eine Notlage dar.
Es wurde durch den zweiten und größten genehmigten Nachtragshaushalt beschlossen, dass die Regierung auf den ersten Blick sinnvoll erscheinende Maßnahmen auf Pump finanzieren will.

Schreibe mir gerne einen Kommentar in meinem Blog – eure Frührungskraft mit ❤️
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19.200 Infektionen am Tag – was bedeutet das für Krankenhäuser und Seniorenheime?

„Tag der Entscheidung: Briefing von Kanzlerin Merkel – So gehen wir in den Corona-Herbst“ – dies schreibt die Welt zur Liveübertragung der Pressekonferenz

Die tagesschau schreibt: „Wenn es so weitergeht mit dem Trend, haben wir 19.200 Infektionen am Tag“, zitierten Teilnehmer der Konferenz laut „Bild“-Zeitung und Nachrichtenagentur Reuters die Kanzlerin. Seibert sagte dazu, er könne zu der „Äußerung, die angeblich in interner Runde gemacht wurde“, nichts sagen.

Die Kanzlerin habe die Zahl basierend auf Hochrechnungen genannt, hieß es weiter. Als Zeitraum gab sie demnach „bis Weihnachten“ an. Sie bezog sich laut der Medieninformationen auf den zurzeit rapiden Anstieg der Neuinfektionen in Frankreich.

Infiziert bedeutet nicht automatisch, dass diese Person erkrankt.
Schauen wir was Frau Merkel heute auf der Pressekonferenz zu sagen hat – wie wir uns in der Zukunft zu verhalten haben.

Es müsse in den Regionen, die stark betroffen sind, „brachial durchgegriffen“ werden.

Angela Merkel sagte dies nach RTL-Informationen bei einer Videokonferenz mit dem CDU-Präsidium am Montag
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Pandemie? Sterbehilfe für das Deutsche Gesundheitssystem: von aktuell knapp 1.400 Krankenhäusern auf deutlich unter 600

Ökonomie im Gesundheitswesen, kann das gut gehen?

Herr Herrmann (23. Sept. 2020) zeigt sich dezent zuversichtlich und kann kaum verbergen wie stolz er über sich und die politischen Entscheidungen im allgemeinen ist.
Aber offensichtlicher Weise ist dem nicht Ganz der Fall, denn wieso schickt Herr Spahn am 13. März 2020 diesen Brief (unten in Bildform) an die Krankenhäuser mit der Bitte Mitarbeiter, wie Studenten und im Ruhestand befindende Pflegekräfte und Ärzte, wieder zu akquirieren?

Vielleicht weil der Fokus aus den Augen verloren gegangen ist – Einsparung statt Attraktivität des Pflege- und Arztberufes?
  • Fachkräftemangel von mehr als 25.000 Pflegekräften und das kündigte sich nicht erst gestern an.
    Zudem fehlen rund 10.000 Hilfskräfte.
  • Überstunden
  • Kaum geregelte Pausen
  • Schichtsystem (Wochenende, Nachtdienste, Früh- und Spätdienste, sowie Feiertage und dies im stetigen Wechsel)
  • Frühdienst bedeutet 06:00 Uhr Dienstbeginn – wohin mit dem Kind?
  • Geringe Vergütung
  • Urlaubsplanung bereits Anfang des Jahres
  • Krank sein als Mitarbeiter bedeutet in diesem Sektor weiter zu arbeiten, sonst lässt man die Kollegin und die Patienten im Stich
  • Hohe psychische und physische Arbeitsbelastung
  • Wachsender Servicegedanke und Anspruchsdenken bei den Patienten…

Wie stellt sich Herr Spahn (Gesundheitsminister und ehemaliger Bankkaufmann) und seine Kollegen eine Schulung für die Beatmung von Patienten vor – wenn dies normalerweise eine Weiterbildung von 2 Jahren bedarf und die Arbeitsbelastung bereits schon zu hoch ist?
Man beatmet nicht mal eben einen Menschen – es ist nicht ohne Grund die Königsdisziplin in der Intensivmedizin.

Wie wir sehen, war das Gesundheitssystem komplett überfordert und dies ist es nicht erst seit diesem Jahr – jedes Jahr in der Influenza Zeit sind Krankenhäuser/Seniorenheime/Mitarbeiter überlastet – weil seit Jahren eingespart wird, mit u.a. einem komplett falschen Vergütungssystem (seit 2004 DRGs) welches massive Fehlanreize schafft und zu blutigen Entlassungen führen kann.
Gangbetten – so traurig dies ist – gibt es seit ich als exam. Krankenschwester ausgelernt habe.
Stellen wir uns dann nun ernsthaft noch die Frage wieso andere Länder – die noch schlechter ausgestattete Gesundheitssysteme haben – überlastet sind? Dies aber nicht erst seit 2020!

Diese Demokratie der Bundesrepublik Deutschland, diese bisherigen Parteien, mit dieser Verfassung, in der Tat eines der besten Gesundheitssysteme Europas verwirklicht haben […], dass diese Demokratie das beste Gesundheitssystem Europas installiert hat.

Joachim Herrmann, 23. Sept. 2020, bei der Münchner Runde

Du willst dir selbst ein Bild von dieser Aussage von Joachim Herrmann (Innenminister aus Bayern) machen?
Dann schau hier in die Münchner Runde rein.

Was bewegt also einen Politiker dazu, sich selbst und das Gesundheitssystem zu loben und solch eine Aussage zu treffen?

Sind Ihm entgangen, dass tausende Stellen in der Pflege unbesetzt bleiben und Anreize wie eine Finanzierung neuer Stellen nichts bringen – wie auch wenn der Arbeitsmarkt leer gefegt ist?

In deutschen Lagerhäusern türmt sich jetzt das medizinische Gerät. Die Bundesrepublik hat bereits knapp 200 Beatmungsgeräte an Frankreich, Italien und Spanien verschenkt. Für eine faire Vergütung und ausreichend Personal war nie wirklich Geld da.
Wer steht für diese Fehleinschätzung gerade?

Die Zeit für eine nicht-funktionale (zwischenmenschliche) Kommunikation unter DRG-Bedingungen ist nicht vorgesehen.
Wohlwollen und Zuwendung gehen mehr und mehr zugunsten der Erlösmaximierung verloren.

In Senioreneinrichtungen wird die Versorgung von Menschen in zwei Ebenen unterteilt, Kopfarbeit und Handarbeit.
Die Fachkraft fokussiert sich ausschließlich auf Symptome der Menschen.
Die Pflegekraft kümmert sich um lebensnotwendige Tätigkeiten (waschen, ankleiden, Mobilisation, Essen reichen und eingeben, …).
Die zusätzlichen Betreuungskräfte nach § 43 SGB XI ist nun die Person, die Zuneigung schenkt und die Menschen beschäftigt.
Industrialisierung und Gewinnmaximierung sollten keinen Einfluss im Gesundheitssystem haben.

Wieso wird von der Berthelsmann Stiftung in folgender Studie, „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung – Simulation und Analyse einer Neustrukturierung der Krankenhausversorgung am Beispiel einer Versorgungsregion in Nordrhein-Westfalen“, empfohlen, dass „eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell knapp 1.400 auf deutlich unter 600 Häuser […]“ sinnvoll wäre?
Noch im Februar wünscht sich Herr Spahn mehr Mut bei der Schließung von Krankenhäusern (führt dies aber nicht zu einem noch unattraktiveren Berufsfeld, durch weitere Wegstrecken für das Personal?, …).



Wieso wird medizinisches Personal in Kurzarbeit geschickt?
Zieht sich der rote Faden von Fehlanreizen auch in Zeiten der 2019 – NCOV Pandemie, im Gesundheitssystem, durch?

#denkeselbst

Ich muss mir eigentlich schon, wenn der Patient zur Station reinkommt, überlegen, wann geht er wieder raus und wie geht er wieder raus. Ich muss praktisch am ersten Tag alles in die Wege leiten, damit er gesichert draußen weiterversorgt werden kann.

Stationsleitung

Da müssen wir Patienten, die noch nicht 100-prozentig heil sind, nach Hause schicken – und das erhöht leider die Komplikationsrate.

Assistenzarzt

Wenn ich alle drei Befunde auf einmal operiere, dann kriege ich nur für einen Geld. Das kann dann dazu führen, dass man sagt: ,Ich mache erst einmal die Galle, und in fünf Wochen kommst Du wieder mit den Leisten.‘ Da ist doch der Patient das Objekt, mit dem Profit gemacht wird.

Oberarzt