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Deutscher Arbeitsmarkt – Rekordhoch – 580.000 Arbeitslose und 4.552.000 Kurzarbeiter


Hier sehen Sie den Jahresdurchschnitt an Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich mit den zwei Vorjahren.

Arbeitslosenzahl im Jahr 2018:
2.340.000

Arbeitslosenzahl im Jahr 2019:
2.267.000

Arbeitslosenzahl im Jahr 2020 Januar bis !September!:
2.847.000
Allein bei den Arbeitslosenzahlen beträgt die Differenz zum Vorjahr 580.000 Stellen.

Aber viel wichtiger, werfen wir einen Blick auf die Zahlen der Kurzarbeiter.

Die Abbildung zeigt ganz deutlich, dass selbst die Finanzkrise 2009 weniger verheerende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hatte als die NCOV-19 Pandemie.
Vermutlich ist der Sprung zwischen Mai und August auf die Kurzarbeit der Pflegekräfte zurück zu führen.

Was sagt der Bundesminister für Soziales und Arbeit dazu?

Kurzarbeit ist teuer, aber Massenarbeitslosigkeit wäre ungemein teurer für unser Land

Hubertus Heil (SPD)
Was sagt die Pflege zur Kurzarbeit?

Der Spitzenverband der Krankenkassen fordert, dass zunächst Pflegekräfte in Kurzarbeit zu schicken seien, was mit enormen Gehaltseinbußen einhergeht, bevor Leistungen des Schutzschirmes abgerufen werden können. Dies geht aus einem Artikel des BRK hervor.
Viele Betten stehen derzeit in Deutschlands Krankenhäusern leer, trotz Corona-Pandemie. Grund dafür sind abgesagte oder verschobene Operationen. Die Betten sollten für mögliche COVID-19-Erkrankte vorgehalten werden.
Während deutschlandweit der Fachkräftemangel steigt – allein in Krankenhäusern fehlen 50.000 (Ergebnis der Erprobung eines Pflegepersonalbemessungsinstruments) Pflegekräfte, in Senioreneinrichtungen sind es 120.000 (Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Universität Bremen im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums) Pflegekräfte – schickt der Spitzenverband der Krankenkassen die Pflegekräfte in Krankenhäusern nach Hause.
In Senioreneinrichtungen spitzt sich allerdings die Lage dahingehend zu, denn Pflegepersonal fehlt an allen Ecken und Enden und viele Bereiche gehen derzeit vor Arbeit unter.
Das ist paradox!

Was sagt die Bundesagentur für Arbeit dazu?

„Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin unter Druck.
Der massive Einsatz von Kurzarbeit stabilisiert aber den Arbeitsmarkt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele.

Was sagt die gängige Theorie dazu – siehe Konjunkturphasen?
Blicken wir zunächst auf die Hochkonjunktur – ein wesentliches Kriterium hierbei ist das Sinken der Arbeitslosenquoten.
Legen wir aber den Fokus auf die Rezession also den Abschwung – hier findet man das Merkmal Abbau von Überstunden und beginnende Kurzarbeit dies führt wiederum in der Depression zu Entlassung von Arbeitskräften.

Deutschlandradio – Die vier Konjunkturphasen beschreiben die wirtschaftlichen Entwicklungen.

Das bedeutet für viele ein geringeres Einkommen, Arbeitslosigkeit und Insolvenzen – Firmenübernahmen durch Großunternehmen.
Die verschiedenen Berufsgruppen sind dabei unterschiedlich betroffen.
Während Selbstständige und Kleinunternehmer häufig wenig Absicherung haben, spüren Beamte kaum Auswirkungen.

Die letzte Rezession gab es 2009 bei der Finanzkrise und selbst da gab es „nur“ 1.144.407 Kurzarbeiter – zum Vergleich füge ich hier noch die Arbeitslosenzahlen im Jahr 2009 der Finanzkrise ein 3.423.000 (jedoch für das ganze Jahr 2009).

Kurzarbeit wird nicht nur zur Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal, sondern auch zum Weg in die Zukunft.

Hubertus Heil SPD
Bundesregierung

Vielleicht ist die Kurzarbeit aber auch nur Mittel zum Zweck – Bundestagswahlen 2021.


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