Kategorien
Impfpflicht Pflege Pflegenotstand

Pflegenotstand: 40% wollen aufhören & 12.000 haben sich vor der Impfpflicht arbeitssuchend gemeldet

Diese laute, gehörte Minderheit, die nur jammert, die ist das wahre Problem in der Pflege. Wir ungeimpften Pflegekräfte werden ausgegrenzt und demnach schweigen viele meiner Kollegen auf Social Media. An dieser Stelle einen großen Applaus für euch. Denn deshalb verlassen viele Kollegen stillschweigend den Beruf, weil eine laute Minderheit sich andauernd in den Vordergrund drängt.

Was braucht ihr um aktiv zu werden? 12.000 Pflegekräfte melden sich vor der einrichtungsbezogenen temporären Impfpflicht arbeitssuchend, eine aktuelle Studie zeigt 40% wollen den Beruf verlassen und inzwischen wird die 4 Impfung von dem neuen Gesundheitsminister angekündigt und von der STIKO für vulnerable Gruppen wie Pflegekräfte empfohlen. Ja auch ich hab nicht schlecht gestaunt, dass mein Berufsstand in einem Satz mit über 70-Jährigen und Immungeschwächten genannt wird.

Wo liebe Social Media Pflegekräfte seid ihr? Wo liebe Pflegekräfte nutzt ihr auf Social Media eure Reichweite? Wo genau werdet ihr mit euren Profilen und eurer Reichweite der Politik denn jetzt gefährlich? Klatschen reicht euch nicht, aber außer, dass ihr euch darüber aufregt geschieht da ja nicht viel.

Ihr unterstützt das Bild der jammernden Pflegekraft, natürlich jammert man mal – weil man die Patienten/Bewohner nicht mehr adäquat versorgen kann – aber ich bin egal ob es schneit, regnet oder stürmt auf der Straße und schließe mich den Menschen an, die jetzt gegen eine Impfpflicht spazieren gehen. Ich hab erkannt, dass man in Social Media nicht die Welt verändern oder gar retten kann. Aber um euren Standpunkt zu vertreten wird hier sogar mit Leichensäcken – in 15 Jahren habe ich keinen Leichensack benutzt – und geschundenen Maskengesichtern argumentiert.

Will man mit euch reden, wird man blockiert, ignoriert und sogar noch ausgelacht. Natürlich steht ihr, liebe Kollegen, alle für Diversität ein, keine Frage! Aber stellt man euch auf die Probe, dann sieht man, dass diese auswendig gelernte Diversität, Fassade ist. Wir ungeimpften Pflegekräfte werden ausgegrenzt und demnach schweigen viele meiner Kollegen auf Social Media.
An dieser Stelle einen großen Applaus für euch. Denn deshalb verlassen viele Kollegen stillschweigend den Beruf, weil eine laute Minderheit sich andauernd in den Vordergrund drängt.

Ja wie so oft erlebe ich es in der Pflege, dass gerne viel gejammert wird, man gerne den Applaus in den Medien mit nimmt und sich zum Gesicht der Pflege macht, aber berichtet der focus über einen ungeimpften Kollegen von uns, dann schweigt ihr.
Und genau so präsentiert ihr die Pflege ihr jammert, wirkt verzweifelt und habt keine Lösung für euer Problem. Für alles in der Pflegetätigkeit gibt es eine Lösung, naja für fast alles. Aber wie sagte Jens Spahn auf dem Pflegefachtag: „Pflege soll ihre Stärke wahrnehmen und geschlossen streiken“. Ihr werdet mit der Nase darauf gestoßen, aber seid euch einfach zu bequem und ruht euch auf eurem stressigen Arbeitsalltag aus. Diese laute, gehörte Minderheit, die nur jammert, die ist das wahre Problem in der Pflege. Wieso wehrt ihr euch nicht? Wieso streikt ihr nicht? Wieso geht ihr mit uns nicht auf die Straße, ihr bekundet doch, dass ihr gegen eine Impfpflicht seid?

In jedem zweiten Satz, lese ich, Impfpflicht nein, aber ich bin für die Impfung, die Impfung ist gut, richtig und wichtig. Ich kann mit deiner Entscheidung, dass du dich impfen hast lassen leben, aber wieso kannst du mit mir als ungeimpfte Person nicht leben?
Es dürfte doch gar kein Problem sein, du gehst mit mir auf die Straße gegen eine Impfpflicht, ich akzeptiere deinen Wunsch nach 1, 2 oder mehr Impfungen und du respektierst meine Entscheidung mich nicht impfen zu lassen.

Liebe Gesellschaft lernt endlich mal wieder Bescheidenheit, Zurückhaltung und Ehrfurcht vor dem Leben.
Der Unterschied zwischen euch und mir, ich habe mich nie abhängig gemacht und deshalb muss ich mich nicht verkaufen sondern kann offen ansprechen was mich stört.

In diesem Sinne liebe geimpfte Kollegen ich kann euch die Hand reichen, aber schafft ihr das auch oder nehmt ihr lieber in Kauf ab 15.03.2022 alleine am Pflegebett zu stehen?

2 Antworten auf „Pflegenotstand: 40% wollen aufhören & 12.000 haben sich vor der Impfpflicht arbeitssuchend gemeldet“

Ich bin nicht in der Pflege tätig aber ich stehe voll auf der Seite aller ungeimpfter Pflegekräfte. Was ich vermisse sind die ungeimpften Ärzte (sprich Vorgesetzten), die laut werden und sich „schützend“ vor ihr eigenes Personal stellen und mit ihnen gegen eine Impfpflicht kämpfen.

… super …. ein Beitrag, der sich der Kollegschaft annimmt und das so genau wiedergibt, wie ich es erlebe: das Thema Impfpflicht nimmt nun Fahrt auf, die Zielgerade kommt immer näher und plötzlich (oder besser gesagt: eigentlich-habe-ich-es-im-Vorfeld-gewusst) werde ich als nicht-immunisierte gesunde Pflegekraft aus der Kollegschaft aggressiv konfrontiert mit deren Angst, dass sie nun meine Stunden ab dem 15.03. (je nach ‚Gusto‘ des Gesundheitsamtes) auch noch übernehmen müssten ???!!! Vor Monaten wäre ich noch vor lauter Solidarität zusammengezuckt, doch die Einführung der ein-bez Impfpflicht hat mir dermaßen einen Schock versetzt, dass ich endlich mal in meinem Leben von dem Helfersyndrom wegkomme … . Response: „Leute, steht endlich ein für eure Entscheidung, ich tue es ja auch – beschwert euch bei der vorgesetzten Stellen oder wo auch immer, aber lasst mich in Ruhe“ ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.