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Ex-Spahn-Mitarbeiter Herr Schuster jetzt Impfstoff-Lobbyist für BioNTech

Aus der Reihe: „Wieso sollen die das tun? Was hätten die denn davon?“ Der Mainzer Pharmakonzern BioNTech hat einen neuen Posten namens „Associate Director Public Affairs“ geschaffen und besetzt diesen mit Mike Schuster – einem jungen Mann, der sehr direkte Verbindungen in das höchste Gesundheitsregierungsamt haben dürfte. Denn Schuster war bis 2018 vier Jahre lang Referent im Bundestagsbüro von Jens Spahn gewesen.


Mike Schuster (32) besetzt seit dem 1. Juni die neu geschaffene Stelle als „Associate Director Public Affairs“ beim Mainzer Pharmakonzern BioNTech. Vor seinem Wechsel auf die Pharmakonzernseite war er Referent beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) sowie Referent im Büro von Jens Spahn (CDU) im Deutschen Bundestag. Nun arbeitet er für BioNTech direkt aus Berlin, wie er auf Twitter selbst verkündet.
Das heißt kurze Dienstwege und den direkten Draht zu Jens Spahn.
Der Gesundheitsminister Jens Spahn liefert jedenfalls weitere 9.999 Argumente, endlich schärfere Transparenzregeln und ein Lobbyregister umzusetzen! Als Bundesgesundheitsminister und Bundestagsabgeordneter verdient Spahn ungefähr 20.000 Euro brutto pro Monat und hat inzwischen noch viel mehr Einfluss auf rechtliche Normen.
Wer allen ernstes an die Unabhängigkeit und Neutralität unserer Politiker glaubt, sollte spätestens nach dem 20:00 Uhr Klatschen von den Balkonen eines besseren belehrt worden sein.

Wie unabhängig Jens Spahn (Bankkaufmann und Gesundheitsminister) arbeitet, beweist die Vergangenheit und hier muss man gar nicht so tief graben. Bereits durch die Nähe zum Pharmamanager Markus Guilherme Leyck Dieken, welcher nun für die elektronische Patientenakte und das E-Rezept zuständig ist, bewies er einmal mehr die Nähe zu den Pharmakonzernen.
Und war es nicht die Firma (Burda GmbH) von Spahns Ehemann die Masken ans Gesundheitsministerium verkaufte? Der Ehemann von Jens Spahn leitet die Burda-Repräsentanz in Berlin.
War da nicht auch etwas mit dem Ehemann Zubeil von dem bekannten Virologen Streeck, der zu Spahns Ministerium wechselte.

Aber tun wir nicht so als wäre dies alles neu, denn seit November 2020 hat die EMA auch eine neue Direktorin. Emer Cooke, war jahrelang Lobbyistin der größten europäischen Pharmaorganisation, bei welcher u.a. folgende Pharmakonzerne Mitglied sind: Pfizer, Johnson&Johnson, Astra Zeneca und auch GSK (GlaxoSmithKline) – bekannt aus dem Schweinegrippe Skandal.

Spahn war 2010 bereits extrem pro Pharma und schreckte vor dem Absägen von gut arbeitenden Posten nicht zurück, hier sei Herr Sawicki der ehemalige Chef des IQWiG (Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) genannt. In Interviews beklagte Sawicki eine Flut von nutzlosen und sogar schädlichen Medikamenten, ätzte über die aufgeblasenen Gremien im deutschen Gesundheitssystem.
Der Mediziner Sawicki sagte in einem Interview mit Spiegel Online:

Ich war naiv […] ich dachte damals, dass die verschiedenen Gruppen im Gesundheitssystem – die Ärzte, die Krankenhäuser, die Versicherungen – vor allem im Sinne der Patienten agieren. Ich musste lernen, dass es diesen Vertretern immer erst um ihre eigenen Interessen geht, um die Verteilung der 300 Milliarden im System…

Herr Sawicki ehemaliger Chef des IQWIG

Nun macht er das, was er gelernt hat, er praktiziert als Arzt, unterrichtet Studenten und forscht. Unter anderem am Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Uni Köln (IGKE), dessen Direktor sein politischer Mitstreiter Karl Lauterbach ist.
Überall dort wo Jens Spahn seine Finger als Bankkaufmann im Spiel hat wird es für den Steuerzahler viel teurer als nötig

Eure Führungskraft mit ❤️

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