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Impfgegner ist jetzt der neue Trendhashtag

#Impfgegner oder auch #CoronaImpfverweigerer sind jetzt die neuen Trendhashtags – auch bei diesem Thema erhält ein neues Framing oder nennen wir es Diffamierung Einzug in unsere Gesellschaft
Es wird salonfähig gemacht, andere Menschen abzuurteilen und damit einen Diskurs auszuschließen.

Da ich über 25 Impfungen habe – sowohl Hepatitis A&B sowie Masern, als auch bereits mehrfach gegen Influenza geimpft bin – kann ich von mir behaupten, dass ich absolut kein Impfgegner/kritiker/skeptiker bin, sondern lediglich eine Risiko-Nutzen-Analyse für mich mache – sprich abwäge welche für mich die priorisierten Opportunitätskosten sind.
Dies ist selbst im Arzneimittelgesetz §40, „[…] die vorhersehbaren Risiken und Nachteile gegenüber dem Nutzen für die Person, […] vertretbar sind […]“, festgehalten.

Im übrigen steht für mich das einzelne Leben über dem Nutzen für die Gesellschaft, es kann ja wohl nicht sein, dass das Wohl der Gesellschaft über das einer Einzelperson gestellt wird – Nutzen oder Gewinn für die Gesellschaft sollten m.E. hierbei nicht bewertet werden.
Wir stehen seit Jahren für Diversität auf den Straßen und demonstrieren, aber kommen gleichzeitig an unsere Gesellschaftlichen Grenzen und aus dem Konzept wenn wir sehen, dass Menschen nicht direkt alles abnicken, sondern Fragen stellen?

Aber wieso denken die Menschen denn, Sie würden mit Ihrer Meinung mit schwimmen und gehörten der Mehrheit an?
Ist es jetzt trendig der Mehrheit anzugehören und bloß nicht aus der Reihe zu tanzen und aufzufallen, womöglich noch Gefahr laufen, sich für sein Handeln rechtfertigen zu müssen?
Als angehende Führungskraft steht man bereits im Studium oft sehr alleine da, nicht weil man nicht teamfähig wäre, sondern weil bereits im Studium die Ellenbogen ausgefahren werden und sich viele bereits hier als das Non plus ultra ansehen – nichts anderes stellen in diesem Fall auch Politiker da.
Ich möchte nochmal erwähnen „eine Mehrheit impliziert nicht automatisch die Wahrheit“ (so sagte es einst Seneca) oder wie war das damals mit der Scheibe und die Erde wäre rund?

Laut der Uni Erfurt beträgt die Impfbereitschaft in Deutschland aktuell nur noch 48% wohingegen Frau Merkel und Herr Spahn eine Impfbereitschaft (laut tagesspiegel) von 68% signalisieren.
Nebenwirkungen der Impfung werden kaum veröffentlicht und wenn lediglich mit einer gleichzeitigen Relativierung, dass diese auch aus anderen Gründen auftreten könnten.
Es ist eine absolut neue Impftechnologie, welche innerhalb weniger Monate aus dem Boden gestampft wurde, selbst bei der alt bewährten Impftechnologie wie den Totimpfstoffen kam es damals 2009 bei der Schweinegrippe mit dem Pandemrix Impfstoff zu Spätfolgen wie der Narkolepsie (Schlafkrankheit) – der Impfstoff ist auch mit Nebenwirkungen wie einem allergischen Schock, Gesichtslähmungen und Zuckungen assoziiert.
Erst gestern kam es im Morgenmagazin (moma) mit Dunja Hayali und Frau Prof. Ulrike Haug (Epidemiologin) zu einem interessanten Gespräch, auch jetzt können laut der Professorin Spätfolgen wie Narkolepsie nicht ausgeschlossen werden.
Aus einer Notzulassung, leitet Herr Spahn nun eine ordentliche (bedingte) Zulassung ab, eine reguläre wird aber gänzlich abgelehnt und das Einstellen einer natürlichen Herdenimmunität steht erst gar nicht zur Debatte.

Ich freue mich über jeden der dieses Urvertrauen besitzt und sich impfen lässt, da er für sich den Nutzen höher abgewogen hat als das Risiko der Nebenwirkungen und eventuelle Spätfolgen (welche derzeit noch nicht bekannt sind).
Aber ich plädiere auch dafür, sich endlich von diesem Framing zu distanzieren und Menschen die für sich die Risiken des Impfstoffes als zu „noch“ oder auch generell zu hoch einstufen, ebenfalls zu akzeptieren, auch wenn es schwer fällt.

Ich möchte hier auch eine für mich sehr kritische Entwicklung des Ethikrates der Bundesregierung ansprechen.
Zwei Ethikrat Mitglieder der Bundesregierung, Frau Prof. Alena Buyx (Vorsitzende Deutscher Ethikrat) und Herr Prof. Wolfram Henn äußerten sich nun – m.E. in eine falsche Richtung entwickelnd – über die Pflicht der Impfung von Bürgern.
Frau Buyx äußerte, dass Pflegefachpersonen welche die Impfung und deren Nebenwirkungen und noch nicht bekannten Spätfolgen hinterfragen, dass diese eventuell dann den Beruf wechseln sollten.
Herr Henn geht da dann tatsächlich noch einen Schritt weiter und macht einen Rundumschlag gegenüber der Gesamtbevölkerung, er fordert Menschen welche den Nutzen und die Risiken für sich individuell abwägen auf, im Krankheitsfall auf ein Intensivbett zu verzichten.

Und jetzt stellt sich mir noch die Frage gegenüber wen sollen wir also nun solidarisch handeln, bei einer Impfung dessen Wirksamkeit absolut umstritten ist, im Durchschnitt stirbt man mit 81 Jahren, Menschen die im Zusammenhang mit Corona sterben, sterben mit 83 Jahren.
Es zeigt sich derzeit auch keine ausgeprägte Übersterblichkeit siehe LMU München.

Ja ich kann die Vorwürfe nun schon förmlich spüren, ich hätte ja keine Ahnung und solle auf einer Covid19 Station mal arbeiten – wieso schließt du aus, dass ich das nicht getan habe oder tue – ich wäre für den Pflegeberuf eine Schande – dem muss ich widersprechen, ich habe bald den höchsten akademischen Grad den man in Deutschland erreichen kann (Eigenlob stinkt ich weiß).

Also wieso werden Menschen, die einfach ein paar Fragen stellen, Fragen die „bislang“ erlaubt waren und schon immer wissenschaftliches Arbeiten ausgemacht haben, als Tabuthema erklärt und oftmals mit Strohmann Argumenten erwidert?

Vorwürfen ich würde das einzelne Leben nicht wertschätzen kann ich nur entgegnen, ich arbeite seit über 15 Jahren im Gesundheitswesen, mit all seinen negativen Facetten, sei es die Normalstation im Krankenhaus, die Anästhesie im OP, die Heilerziehungspflege oder Seniorenhilfe.
Ich kenne Überstunden bereits als Schülerin, das Einspringen für Kollegen, 10 Tage am Stück zu arbeiten, Nachtdienste alleine mit 30 Patienten (zwei frisch operierten mit Blutungsgefahr und starken Schmerzen und der Frau die nachts da Sie dement ist Hühner füttern möchte und dem Notfall der kurz nach der Übergabe auf Station kommt), du musst mir also nichts von Solidarität für die Gesellschaft erzählen und das hinten anstellen eines Privatlebens.

Vielleicht solltest du dir folgende Fragen stellen:
Spendest du regelmäßig Blut für die Gesellsschaft?
Dein Organspendeausweis ist ausgefüllt und jederzeit Griffbereit für die Rettungssanitäter?
Du arbeitest seit Jahren eherenamtlich in einem Seniorenheimt/Krankenhaus als Besuchsdienst?
Warst du derjenige der mit mir als Pflegefachperson auf die Straße ging und für besser Bedingungen in der Pflege demonstriert hat? Nein?! Sorry aber ich ging auch für dich auf die Straße, denn Leittragende sind auch die Patienten.
Du lebst gesund, sprich du hast alle negativen Einflüsse wie rauchen, Übergewicht, übermäßiger Zuckerkonsum, etc. abgelegt?
Sportarten die besonders Risikobehaftet sind legst du ab und du hältst dich beim Autofahren immer ans Tempolimit?


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3 Antworten auf „Impfgegner ist jetzt der neue Trendhashtag“

Etwas spät aber trotzdem: DANKE!

Ich hoffe, du wirst jetzt nicht allzusehr angefeindet und wenn doch – hast du Menschen die zu dir stehen.

Wenn ihr dann demnächst für einen menschenwürdigen Umbau des Gesundheitswesens kämpft organisiert es bitte so, dass auch Fachfremde wie ich solidarisch dabei sein können.

Bis bald dann

Bravo, tolle Argumentationsvorlage für die EU-Kollegen, die in Ländern wie Frankreich derzeit von einer „Impfpflcht“ überrollt werden… ein Unding par excellence – so wir in der EU noch von Rechtsstaatlichkeit sprechen können.

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